Trotz weitreichender Einschränkungen bleibt deutschen Küstenfischern erlaubt, im kommenden Jahr geringe Mengen Hering aus der Ostsee zu holen, wie n-tv berichtete. Die EU-Agrarminister entschieden sich in Luxemburg dafür, die bisherige Ausnahme für kleine Küstenfischer beizubehalten. Für viele von ihnen geht es dabei oft um die Existenz.
Hintergrund ist der schlechte Zustand der Fischbestände. Die Bestände in der Ostsee stehen seit Längerem unter starkem Druck. Deshalb schränkt die EU die Fischerei vor allem im westlichen Teil des Meeres ein, der für Deutschland besonders relevant ist.
Bislang konnte sie sich damit nicht durchsetzen.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer von der CSU verteidigte die Entscheidung in Luxemburg. Nach seinen Worten hätte ein komplettes Fangverbot vermutlich viele Fischer ihre Existenz gekostet. Die Ausnahme schränke das Überleben der Heringsbestände dagegen nicht ein, so Rainer.
In der westlichen Ostsee ist Hering außerhalb der Küstenfischerei nur als Beifang erlaubt. Gemeint sind Fische, die ungewollt ins Netz geraten und dort häufig verenden. Für Dorsch gilt dagegen im gesamten Ostseeraum ein Fangverbot. Die EU legt auch für den Beifang Obergrenzen fest, die sich für das kommende Jahr laut Plan nicht ändern sollen.
Anders stellt sich die Lage in anderen Teilen der Ostsee dar, wo es wieder mehr Fisch gibt. Häufig legen sie die Mengen allerdings etwas höher fest als von dort empfohlen.
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