Viele Krankenhäuser in Deutschland sehen kaum noch Aussicht auf schwarze Zahlen. Das geht aus der neuen Ausgabe der jährlichen Krankenhausstudie hervor, die die Münchner Unternehmensberatung Roland Berger vorgelegt hat, wie n-tv berichtet.
Etliche Kliniken verzeichnen schon jetzt immer höhere Verluste. Als wahrscheinliche Folgen nennt die Studie Personalabbau und verschobene Investitionen.
2025 schrieben 73 Prozent der Kliniken rote Zahlen. Das waren geringfügig weniger als im Jahr zuvor.
Zahlreiche Häuser haben ihre Rücklagen zum großen Teil bereits verbraucht. Mitautor Jonas Hollacher erwartet, dass die Zahl der Insolvenzen stark steigen wird. Er hält diese Entwicklung für wahrscheinlich.
Um gegenzusteuern, wollen viele Kliniken beim Personal sparen. Laut Umfrage planen 68 Prozent Maßnahmen beim Pflegepersonal, in den übrigen Abteilungen sind es sogar 86 Prozent. Gut die Hälfte der Häuser will außerdem Investitionen verschieben oder ganz streichen.
Im Schnitt rechnen sie mit einem Rückgang ihrer Einnahmen um sieben Prozent. Das sogenannte Beitragsstabilisierungsgesetz soll weitere Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenkassen verhindern.
Ein Ende der schwierigen Lage ist nach den Angaben der Studie nicht absehbar. Zwei Drittel der Krankenhauschefs erwarten für die kommenden Jahre eine Fortsetzung dieser Entwicklung, bei der sich die Lage weiter verschlechtert.
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