US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an einem Diesel-Abkommen mit Russland einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert, wie BBC World berichtete. Selenskyj hatte gewarnt, die Vereinbarung werde Moskau Geld für die Fortsetzung des Krieges verschaffen.
Trump sagte beim Verlassen des Weißen Hauses, Selenskyj wolle der Welt Probleme bereiten, indem er weiterhin Angriffe auf russische Raffinerien genehmige. Er müsse damit verdammt noch mal aufhören. Die Ukraine solle einen neuen Anführer bekommen, der eine Vereinbarung treffen könne.
Trump erklärte, die USA hätten der Ukraine gesagt, sie könne in Russland tun, was sie wolle, solle aber keine Raffinerien angreifen. Das verursache ein weltweites Problem. Selenskyj hätte viele Vereinbarungen treffen können, tue dies aber aus irgendeinem Grund nie, sagte Trump.
Trump hatte zuvor bestätigt, dass mit Moskau eine Vereinbarung über die Aussetzung von Sanktionen auf russische Diesel-Exporte bis zum 7. April getroffen worden sei. Selenskyj erklärte daraufhin, die Lockerung werde Russland ermöglichen, neue Mittel für militärische Ausrüstung zu beschaffen und den Krieg fortzusetzen.
Zudem warf Selenskyj Moskau vor, die Vereinbarung als Erlaubnis zu verstehen, weiterzukämpfen und Städte zu bombardieren. Er äußerte sich nach neuen tödlichen Angriffen auf Saporischschja. Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe zuletzt verstärkt und dabei Energie- und Verkehrsanlagen sowie große Logistikzentren ins Visier genommen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas schloss sich Selenskyjs Kritik an. Eine Aussetzung der Sanktionen verschaffe Moskau höhere Einnahmen für die Kriegsführung, sagte sie. Dies sei nicht der Zeitpunkt, den Druck auf Russland zu verringern; Europa werde dies nicht tun. Die europäischen Außenminister wollten zu Wochenbeginn das größte Sanktionspaket gegen Russland seit Beginn der umfassenden Invasion beschließen, sagte Kallas.
Das Abkommen mit Russland ist laut BBC World der jüngste Versuch Trumps, die Treibstoffpreise in den USA vor den Zwischenwahlen zu senken. Zuvor habe er sich monatelang mit den politischen Folgen des Iran-Krieges befasst. Der im Februar begonnene Konflikt ließ die Preise für Benzin und besonders für Diesel stark steigen. Das habe Trumps Ansehen in der amerikanischen Bevölkerung belastet und über Folgewirkungen eine allgemeine Inflation ausgelöst.
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