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Drei Trauernde standen bei Schüssen weit vom Konflikt entfernt

Eine Untersuchung von BBC Africa zeigt, dass drei Menschen bei der Gedenkveranstaltung für Raila Odinga weit entfernt von den Auseinandersetzungen erschossen wurden. Eine Spezialeinheit könnte die tödlichen Schüsse abgegeben haben.

Drei Trauernde standen bei Schüssen weit vom Konflikt entferntSymbolbild
Foto: cottonbro studio · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • BBC Africa kommt zu dem Schluss, dass drei Trauernde 60 bis 160 Meter entfernt von den Zusammenstößen erschossen wurden
  • Die Polizei feuerte scharfe Munition, nachdem Gegenstände flogen; Belege für Steinwürfe gab es laut Auswertung nicht
  • Eine Eliteeinheit könnte die tödlichen Schüsse abgegeben haben; ein Jahr später war niemand dafür zur Verantwortung gezogen

Drei Trauernde, die am 16. Oktober 2025 bei einer nationalen Gedenkveranstaltung für den früheren kenianischen Premierminister Raila Odinga erschossen wurden, seien nicht an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, die den Polizeieinsatz ausgelöst habe. Das ergab eine Untersuchung von BBC Africa nach der Auswertung von mehr als 1.500 Bildern und Videos aus dem Kasarani-Stadion in Nairobi.

Die Getöteten hätten zwischen mindestens 60 und 160 Metern von den Zusammenstößen entfernt gestanden. Evans Kiche, ein 40-jähriger Koch und Vater von sieben Kindern, sei rund 60 Meter vom Konflikt entfernt durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Vincent Ogutu und Jidah Burka hätten sich mindestens 160 Meter entfernt auf den gegenüberliegenden Tribünen befunden. Ogutu starb laut Autopsiebericht an einem Schuss in die Brust, die 42-jährige Burka an einem Schuss in den Kopf.

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Kenias Innenminister Kipchumba Murkomen sagte der BBC, der Polizeieinsatz sei zurückhaltend gewesen, nachdem die Menge begonnen habe, Steine zu werfen. In den ausgewerteten Aufnahmen seien zwar geworfene Gegenstände zu sehen, darunter Plastikstühle. Belege dafür, dass auch Steine geworfen worden seien, gebe es jedoch nicht.

Die Veranstaltung war kurzfristig in das Stadion verlegt worden. Odingas Leichnam sollte ursprünglich im Parlament aufgebahrt werden. Wegen der Größe der Menschenmenge und befürchteter Sicherheitsprobleme entschieden die Behörden sich für das Stadion mit einer Kapazität von 48.000 Menschen. Tausende gelangten nach Angaben von Behörden unkontrolliert auf das Spielfeld und auf die Tribünen.

Nach mehreren Stunden Wartezeit bei 30 Grad und ohne Lautsprechersystem für offizielle Informationen begann ein kleiner Teil der Menge, Gegenstände auf Polizisten am VIP-Pavillon zu werfen. Als Trauernde auf den Pavillon zugingen, feuerte die Polizei scharfe Munition ab. Aufnahmen aus anderen Bereichen des Stadions zeigen der Untersuchung zufolge eine überwiegend friedliche Menge.

Die forensische Auswertung deutet darauf hin, dass eine für den Schutz des Präsidenten zuständige Eliteeinheit die tödlichen Schüsse abgegeben haben könnte. Mindestens acht Polizisten in taktischer Kleidung und militärischer Tarnkleidung hätten gemeinsam agiert. Ihre Gesichter seien verdeckt gewesen, Abzeichen nicht sichtbar. Mindestens drei der Beamten hätten offenbar ihre Waffen abgefeuert.

Welche Kugeln die einzelnen Opfer trafen, ließ sich nicht feststellen. Auch andere Schüsse durch weitere Polizisten im Stadion könnten nicht ausgeschlossen werden. Die kenianische Polizei erklärte, aus den Ereignissen seien wichtige Lehren für einen künftig besseren und professionelleren Einsatz gezogen worden. Die unabhängige Polizeiaufsicht IPOA untersucht die Todesfälle und das Vorgehen der Polizei weiterhin; ein Jahr später sei niemand zur Verantwortung gezogen worden.

Odinga war am Vortag im Alter von 80 Jahren während einer medizinischen Behandlung in Indien gestorben. Tausende Menschen versammelten sich am Flughafen von Nairobi, als sein Leichnam nach Kenia überführt wurde. Odinga war der am längsten amtierende Oppositionsführer und frühere Premierminister des Landes.

Yvonne Akinyi, die Witwe Ogutus, sagte der BBC, der Tod ihres Mannes habe die Familie aus der Bahn geworfen. Ihre Kinder seien nun Waisen. Sie frage sich, warum ausgerechnet ihr Mann bei einer Veranstaltung der Regierung gestorben sei.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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