Der europäische Rüstungskonzern Airbus hat seine Kampfdrohne Valkyrie bei einem Testflug in Schweden erstmals autonom und ferngesteuert eingesetzt. Das unbemannte Fluggerät habe dabei knapp 1000 Kilometer pro Stunde erreicht, berichtete der Tages-Anzeiger.
Der Testflug Ende September sei ein voller Erfolg gewesen, sagte Airbus-Defence-and-Space-Chef Michael Schoellhorn dem Spiegel.
Die Bundeswehr will laut dem Bericht bereits ab 2029 einsatzfähige Kampfdrohnen einsetzen. Zudem sollen sie für gegnerische Radarsysteme möglichst schwer erkennbar sein.
Airbus setzt dafür auf ein bestehendes Modell des US-Herstellers Kratos.
Der nächste Testflug ist für Anfang 2027 vorgesehen. Später sind Flüge gemeinsam mit einem Eurofighter geplant, 2028 sollen erste Waffentests folgen.
Konkurrenz erhält Airbus von deutschen Unternehmen. Rheinmetall arbeitet mit dem US-Flugzeugbauer Boeing an der Kampfdrohne Ghost Bat.
Für Airbus ist der mögliche Auftrag nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS von besonderer Bedeutung. Der Konzern sucht nach neuen Perspektiven und spricht über Kooperationen mit dem schwedischen Hersteller Saab sowie der britisch-italienisch-japanischen Kampfjetallianz GCAP.
Die Bundeswehr hat bislang weder eine offizielle Ausschreibung veröffentlicht noch ihre Anforderungen abschließend festgelegt. Schoellhorn forderte deshalb eine rasche Entscheidung. Wenn 2029 eine Jagdbomberdrohne kampffähig im Arsenal sein solle, müsse das Anforderungsprofil 2027 festgelegt werden, sagte er dem Magazin.
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