Die Form des menschlichen Sprechapparats beeinflusst, wie Sprachen klingen.
Die Vokaltrakte der Teilnehmenden unterschieden sich deutlich. Um denselben Laut zu erzeugen, mussten die Personen unterschiedliche Bewegungen mit Zunge und Lippen ausführen. Diese Bewegungen konnten die anatomischen Unterschiede jedoch nicht vollständig ausgleichen.
Dadurch entstehe innerhalb einer Sprachgruppe eine gewisse Bandbreite bei der Aussprache von Vokalen. Diesen Effekt verglichen die Forschenden mit Sprachaufnahmen aus anderen Sprachen, darunter Baskisch und Hindi. In jeder untersuchten Sprache fanden sie ein ähnliches grundlegendes Maß an klanglichen Unterschieden zwischen einzelnen Personen.
Späterer Sprachwandel sei demnach ausschließlich durch Kultur und Geschichte geprägt worden. Die Ergebnisse widerlegten diese strikte Trennung. Die menschliche Biologie bleibe ein stetiger, leiser Motor des Sprachwandels.
Da kein Mensch exakt denselben Mundraum besitze wie ein anderer, verändere sich die Aussprache innerhalb einer Gesellschaft fortlaufend in geringem Maß. Wenn sich Bevölkerungsgruppen räumlich voneinander trennten, könnten sich ihre Laute durch die körperlich bedingten Abweichungen über Jahrhunderte in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Daraus könnten schließlich neue Sprachen entstehen.
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