Dem Schweizer Online-Magazin Republik sind Daten von Abonnierenden gestohlen worden. Unbekannte hätten über eine Sicherheitslücke auf die Datenbank zugegriffen, berichtete 20 Minuten Schweiz. Kreditkarteninformationen seien nicht betroffen.
Nach Angaben des Magazins seien die Daten aller aktiven und ehemaligen Abonnierenden sowie der Newsletter-Nutzer abgerufen worden. Die Republik bezeichne ihre Abonnierenden als Verlegerinnen und Verleger. Zu den Datensätzen gehörten E-Mail-Adressen und Namen sowie, sofern hinterlegt, Telefonnummern, Geburtsjahr und Geschlecht. Betroffen seien damit auch Menschen, die nie ein Abonnement hatten, sondern lediglich einen Newsletter bezogen.
Die Sicherheitslücke sei seit dem 6. August bekannt gewesen. Die Republik räumte ein, nicht rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen getroffen zu haben. Inzwischen sei die Lücke geschlossen. Eine Meldung sei an den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten gegangen.
Wer hinter dem Angriff stecke, sei unklar. Die Hinweise deuteten laut Republik auf eine automatisierte und breit angelegte Angriffswelle hin. Das Magazin gehe nicht davon aus, dass der Angriff gezielt gegen die Republik gerichtet gewesen sei.
Darüber hinaus hätten die Angreifer stichprobenweise auf Daten aus allen anderen Bereichen der Datenbank zugegriffen, jeweils auf die ersten 2000 Einträge. Dazu zählten Postadressen, Zahlungsangaben, Abonnements, Kommentare im Dialog sowie Abstimmungen und Wahlen bei der Genossenschaft und Antworten aus Umfragen. Die Angreifer hätten auch auf diese Datensätze vollständig zugreifen können. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass sie diesen Zugriff genutzt hätten. Ausschließen könne die Republik das nach eigenen Angaben nicht.
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