Die Auswertung beruht auf bisher veröffentlichten Daten der Verteilnetzbetreiber. Regional fallen die Unterschiede allerdings erheblich aus.
Beim Gas entfällt nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft für Haushaltskunden etwa ein Fünftel des Preises auf die Netzentgelte.
Beim Strom steigen die Netzentgelte zum Jahreswechsel bundesweit im Durchschnitt um 1,9 Prozent. Ein Dreipersonenhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden müsste dadurch rechnerisch rund acht Euro brutto mehr zahlen. Die Übertragungsnetzbetreiber stellen ihre Gebühren den Betreibern der Verteilnetze in Rechnung, die Kosten erscheinen auf der Stromrechnung im Posten Netzentgelte.
In den alten Bundesländern steigen die Stromnetzentgelte laut Verivox im Durchschnitt um zehn Euro, in den neuen Bundesländern dagegen sinken sie um durchschnittlich drei Euro. Am stärksten steigen die Netzgebühren in Hamburg. Verivox-Energieexperte Thorsten Storck verweist darauf, dass die Höhe der Gebühren auch von den Kosten für Ausbau und Betrieb der regionalen Stromnetze abhänge.
Bei den Gasnetzentgelten rechnet Verivox im Bundesschnitt mit einem Anstieg um rund drei Prozent.
Die höheren Gasnetzgebühren hätten im Vergleich dazu nur geringen Einfluss auf die Heizkosten. Verivox erwartet zum Jahreswechsel flächendeckende Preiserhöhungen, mit denen Gasversorger ihre höheren Beschaffungskosten weitergeben. Je nach Tarif sollen sie zwischen zehn und 20 Prozent liegen. Beim Strom hänge es davon ab, inwieweit Versorger die gestiegenen Beschaffungskosten auffangen können. Hier rechnet das Portal mit regional unterschiedlichen Entwicklungen, je nach Region und Tarif seien deutliche Preiserhöhungen möglich.
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