Roland Pfister, Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung des Bundes, sieht darin keine Dramatik. Er entscheidet als Verantwortlicher über die Öffnung der Pflichtlager. Die gefährdete Versorgungslage bestehe seit März. Eine akute Gefahr, dass das Flugzeug am Boden bleibe, habe aber nie bestanden, sagte Pfister. Gerade mit den Pflichtlagern lasse sich solche Situationen verhindern.
Die Lage bei Heizöl und Treibstoffen sei in der Schweiz angespannt. Die Pflichtlager müssen Heizöl und Diesel für viereinhalb Monate bereithalten, Kerosin für drei Monate. So lange reiche die Reserve, wenn gar kein Nachschub komme. Viele Transporte, die normalerweise über den Rhein kämen, könnten derzeit teilweise durch die Bahn ersetzt werden, wie er auch im Sommer gesehen habe.
Warnende Expertenstimmen sprechen von einer Illusion des Überflusses. Würde es wirklich knapp, müsste der Bund handeln. Das würde laut Pfister mit Sparappellen beginnen und bis zu Verbrauchseinschränkungen führen. Anzeichen für eine echte Knappheit gebe es derzeit aber nicht.
Tiefere Preise bei Diesel oder Heizöl sind laut Pfister nicht in Sicht. Die geöffneten Pflichtlager seien nicht dafür da, Preise zu senken. Was aus den Reserven verkauft werde, koste gleich viel wie Treibstoff auf dem Markt.
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