Der Netzbetreiber SH Netz hat die Ursache des großflächigen Ausfalls möglicherweise gefunden. Wie der NDR berichtete, stellten Analysen des Netzes einen beschädigten Strommast im Raum Itzehoe im Kreis Steinburg fest. Sprecher Ove Struck sagte am Montagmittag, die Beschädigung könne einen Kurzschluss mit entsprechender Überspannung auslösen.
Der Betreiber empfiehlt deshalb, Sicherungskästen und Hausanlagen in der betroffenen Region am besten von einem Fachbetrieb auf mögliche Schäden oder Brandspuren überprüfen zu lassen. Nach seiner Einschätzung hat fast jeder Haushalt im Ort Schäden. Die Techniker seien im Dauereinsatz, bis alle Schäden behoben seien, werde es vermutlich noch lange dauern. Deckner rechnet mit einigen Wochen, weil Ersatzteile nicht schnell verfügbar seien.
Auch in Erfde im Kreis Schleswig-Flensburg sind die Schäden groß. Nach eigenen Angaben konnte er erst am Montagmittag einen Teil seiner Waschboxen provisorisch wieder in Betrieb nehmen. Für die Reparatur der Elektrik rechnet er mit Kosten von bis zu 8.000 Euro. Hinzu kommt der Ausfall mehrerer Waschboxen. Mehrere Mieter meldeten sich bei ihm, in einigen Mietshäusern funktioniere die Heizung nicht, deshalb seien diverse Techniker im Einsatz. Laut Braun sind außerdem Ceranfelder in Küchen kaputt, dazu kommen Waschmaschinen, Fernseher und Spielekonsolen. Die Situation sei für alle im Ort nicht schön, sagte er.
Die Versicherung des Unternehmens prüfe dann, ob der Schaden ersetzt wird.
Gegen Mittag gab es zunächst Entwarnung, nachdem die Netzleitstelle durch Umschaltungen einen Großteil der Haushalte wieder versorgt hatte.
Laut SH Netz hatte eine Kettenreaktion dort einen Brand in der Anlage ausgelöst. Ursprünglich ausgelöst wurde die Störung gegen 9.30 Uhr durch einen Kurzschluss im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz. Dadurch kam es zu einer Überspannung, mehrere Umspannwerke schalteten sich ab.
Zudem habe die Feuerwehr in diversen Straßen eingegriffen, weil Hausanschlusskästen qualmten.
Die Gemeinde müsse sich noch besser auf Krisensituationen vorbereiten.
Die Politik fordert Konsequenzen. Andreas Hein, energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, verlangte, die Ursache des Kurzschlusses aufzuarbeiten. Es gehe auch darum, vergleichbare Ereignisse künftig möglichst zu verhindern oder ihre Auswirkungen zu begrenzen.
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