Siemens und das US-Unternehmen Nvidia machen in Erlangen Tempo bei ihren Plänen für eine Fabrik, die vollständig von Künstlicher Intelligenz angetrieben werden soll, wie n-tv berichtet. Ziel sei es, Abläufe schneller und flexibler zu gestalten.
Das Elektronikwerk in Erlangen soll als Blaupause dienen, und zwar sowohl innerhalb des Siemens-Konzerns als auch für Kunden. Nur so lasse sich die Produktivität weiter steigern und die Produktion auch in Hochlohnländern halten.
Entscheidend sei, dass dies auch bei vielfältigen und sich wandelnden Prozessen gelinge. Ein Vertreter von Nvidia erklärte, Fabriken müssten Wandel genauso beherrschen wie Routine.
Bislang musste dem System von Hand beigebracht werden, wie eine einwandfreie Platte aussieht. Dieser Vorgang habe jeweils mehrere Stunden in Anspruch genommen, während die Fertigung stillstehen musste.
Künftig lasse sich schon vor dem Start der Produktion ein Bild erzeugen. Grundlage seien Daten zum Produkt und zur Produktion, die Experten als digitalen Zwilling bezeichneten. Mithilfe der Simulationstechnologie von Nvidia entstehe eine fotorealistische Darstellung einer guten Leiterplatte, ebenso aber auch von fehlerhaften Exemplaren.
Eine weitere Anwendung ist die Produktionsplanung. Dabei lege letztlich ein Mensch im Dialog mit KI-Agenten fest, wie die Planung umgesetzt wird. Auch hier bildeten digitaler Zwilling und Simulation das entscheidende Fundament. Neike zufolge ist das Interesse an dieser Technik, die beides verbindet, sehr groß. Es komme aus allen Branchen.
Lebaredian beschreibt den digitalen Zwilling als eine Art Zeitmaschine, da er durch Simulationen verschiedene Zukünfte sichtbar mache. Er fragte, wer eine solche Maschine nicht gebrauchen könnte.
InstaNews hatte am 16. Oktober berichtet, dass der Bund Nvidia in Pläne für industrielle KI einbindet.
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