Die chinesische Regierung will den Abfluss technischen Wissens ins Ausland künftig enger kontrollieren. Wie n-tv berichtet, haben das Handelsministerium und das Wissenschaftsministerium dazu einen Entwurf vorgelegt, der 40 Schlüsseltechnologien aus drei Bereichen erfasst: Künstliche Intelligenz, Photovoltaik und Biomedizin. Für 14 dieser Technologien soll die Ausfuhr untersagt werden, für die übrigen 26 wären Genehmigungen nötig.
Unabhängig davon müssen Unternehmen seit der Ankündigung betroffene Technologietransfers bereits registrieren. Darunter fallen unter anderem der Verkauf von Schutzrechten sowie die Vergabe von Lizenzen an Partner im Ausland.
Der Schwerpunkt liegt auf 23 KI-Technologien.
Ein vollständiges Verbot soll die Ausfuhr von Technologien betreffen, mit denen bestimmte dünne Wafer hergestellt werden, außerdem von Perowskit- und Tandem-Solarzellen. Perowskit gilt dem Vorschlag zufolge als Technologie, die höhere Wirkungsgrade verspricht. Tandemzellen schichten verschiedene Lagen übereinander, um einen breiteren Teil des Sonnenlichts zu nutzen. Betroffen sein soll zudem das Verfahren zur Polysiliziumherstellung in großen Wirbelschichtreaktoren. Es gilt als günstiger und energieeffizienter als das vorherrschende Siemens-Verfahren. Andere fortschrittliche Solarzellentechnologien sollen nur beschränkt, nicht verboten werden.
Das Handelsministerium begründet die Maßnahmen mit Sicherheitsrisiken.
Kommentare (0)