Das Kraftwerk Birsfelden BL direkt neben Basel verarbeitet derzeit 270 Kubikmeter Rheinwasser pro Sekunde. Wie SRF News berichtet, nennt Direktor Sasha Jäger diese Menge besorgniserregend gering. Die Anlage wäre für bis zu 1500 Kubikmeter pro Sekunde ausgelegt, also für fünfmal mehr.
Jäger rechnet damit, dass das Jahr 2026 wohl das schlechteste Produktionsjahr wird. Das Kraftwerk ist nach seinen Angaben das grösste Laufkraftwerk der Schweiz.
Laufkraftwerke nutzen die natürliche Strömung eines Flusses. Anders als bei Speicherkraftwerken wird kaum Wasser zurückgehalten, sondern laufend durch die Anlage geleitet. Solange genügend Wasser im Fluss ist, liefern sie relativ kontinuierlich Strom.
Auf Anfrage schreibt das Unternehmen, die Stromproduktion habe im ersten Halbjahr 2026 wegen der Trockenheit deutlich unter dem langjährigen Mittel gelegen. Genaue Zahlen gibt die BKW derzeit nicht bekannt.
Er rechne deshalb damit, dass sich das Werk in Zukunft rechnen werde.
Wie sinnvoll sie seien, hänge von der Situation ab. Im Mittelland sei Sommertrockenheit schon länger ein Thema, man habe immer damit rechnen müssen.
Kleinere, dezentrale Standorte böten mehr Versorgungssicherheit, sagt Schaefli. Dem gegenüber stehe der Eingriff ins Ökosystem, denn ein Hindernis im Fluss verändere die Dynamik im Ökosystem. Wenn Laufkraftwerke richtig dimensioniert seien, lohnten sie sich durchaus, so die Einschätzung der Hydrologin.
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