Spar kann in Ungarn auf eine Entlastung hoffen. Wie die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf das Portal Portfolio berichten, hat Ungarns neuer Premier Peter Magyar angekündigt, die sogenannten Margendeckel zu streichen. Diese hatten den Handelskonzern zuletzt jährlich 40 Mio. Euro gekostet.
Magyar habe den Schritt bei der Vorstellung des Haushaltsplans für 2027 bekanntgegeben. Euro.
Spar-Manager Peter Manhartsberger begrüßte das Vorhaben. Die Abschaffung der Margendeckel sei die richtige Entscheidung, allerdings längst überfällig. Zugleich verwies er darauf, dass man noch nicht wisse, wann die Regelung fallen werde. Einen Gesetzesentwurf dafür gebe es bislang nicht. Auch die Sondersteuer müsse seiner Ansicht nach verschwinden. Die bisherigen Anpassungen der Regierung Magyar bei dieser Steuer bezeichnete er als rein kosmetische Maßnahmen.
Die beiden Abgaben auf ausländische Lebensmittelketten hatte Ungarns früherer Präsident Viktor Orban eingeführt. Sein Nachfolger Magyar habe sie im Wesentlichen unverändert fortgeführt. Die EU-Kommission hat Ungarn heuer wegen der Sondersteuer und der Begrenzung der Handelsmargen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagt.
Die Sondersteuer beträgt für ausländische Supermarktketten 4,5 Prozent des Jahresumsatzes. Ungarische Franchiseketten und nationale Anbieter zahlen dagegen nur 0 bis 0,15 Prozent.
Seit dem Jahr 2025 beschränkt Ungarn die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis vor allem für ausländische Einzelhändler. Bei bestimmten Lebensmitteln liegt die Obergrenze bei 10 Prozent, bei bestimmten Drogerieartikeln bei 15 Prozent.
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