Wie n-tv berichtet, hat der Schweizer Pharmakonzern Roche alle Investitionen in Deutschland gestoppt. Sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen seien vorerst auf Eis gelegt, sagte Steiners. Der Konzern, zu dem nach seinen Worten auch die globale Zentrale gehöre, wolle zunächst verstehen, wie es in Deutschland weitergehe.
Verantwortlich für diesen Schritt sei nach Steiners’ Worten die politische Entwicklung im Land. Für den Pharmabereich könne er sagen, dass die Politik in letzter Zeit sehr viel Vertrauen zerstört habe. Doch privatwirtschaftliche Investitionen folgten keinen politischen Ankündigungen, führte Steiners weiter aus.
Als Beispiel nannte Steiners das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Es solle stabile Kassenbeiträge gewährleisten, belaste nach seiner Einschätzung aber die Industrie. Damit verliere man doppelt, sagte Steiners: Das eigentliche Problem bleibe ungelöst, und ohne echte Strukturreformen verpufften solche Einsparungen erfahrungsgemäß, sodass man schnell wieder vor demselben Defizit stehe.
Dafür sei kürzlich ein neues Innovationszentrum in Boston eröffnet worden. Es konzentriert sich auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie auf den Einsatz von KI bei der Medikamentenentwicklung.
Kommentare (0)