Der Kreis hat daraufhin 25 Hektar um die Raffinerie als Verdachtsfläche eingestuft. Stoffe dieser Art aus der Rohölverarbeitung seien grundsätzlich wasser- und umweltgefährdend, teilte der Kreis mit.
Unter Wasser standen nach Angaben des Kreises Teile des Raffineriegeländes, außerdem angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen und Entwässerungsgräben in Lieth. Alle diese Bereiche könnten verunreinigt sein. In welchem Umfang, ermittelt derzeit ein unabhängiges Labor zusammen mit einem Sachverständigen, so der Kreis.
Kreisveterinäre reinigten die Tiere vom Öl und untersuchten sie. Für die Anwohner bestehe und habe laut einer Sprecherin keine Gefahr bestanden. Langfristige Umweltschäden erwarte der Kreis nach eigener Aussage ebenfalls nicht.
Eine Gemeindestraße im betroffenen Bereich bleibt vorsorglich gesperrt, wie ein Sprecher des Amtes Heider Umland mitteilte. Sie werde die Tiere erst wieder dorthin bringen, wenn sie wisse, wie viel Öl auf ihrem Land sei und ob überhaupt welches vorhanden sei. Bis Mitte November hätte sie die Pferde gern auf dem Gras stehen lassen, das gehe nun nicht mehr. Stattdessen müsse sie zufüttern, was teuer sei.
Die Raffinerie Heide hat die Fragen des NDR Schleswig-Holstein bislang nicht beantwortet. Andreas Münch vom BUND sieht in dem Unfall ein Zeichen dafür, wie wenig kritische Infrastruktur auf Starkwetterereignisse vorbereitet sei. Man müsse sich darauf einstellen, dass solche Situationen künftig häufiger auftreten.
Das Abwassersystem der Raffinerie wird derzeit überprüft, erklärte der Kreis. Nach Abschluss dieser Untersuchungen will der Kreis den Unfall gemeinsam mit der Raffinerie aufarbeiten. Die Raffinerie beteuert ihrerseits, alle Sicherheitsmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet zu haben, und will die betroffenen Stellen wiederherstellen.
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