Bundeskanzler Friedrich Merz hat in Berlin bei einer Feierstunde die Leistung türkischer Arbeitsmigranten gewürdigt. Der CDU-Politiker sprach von einer Erfolgsgeschichte.
Die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter hätten die industrielle Substanz des Landes mit aufgebaut, sagte Merz. Sie hätten zudem die Infrastruktur des Wohlstands geschaffen, in der die Menschen heute lebten, und das kulturelle Gesicht der Bundesrepublik tiefgreifend mitgestaltet.
Deutsche und Türken seien in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern im Miteinander modern, weltoffen und tolerant geworden, stellte der Kanzler fest. Das Land sei durch die Zuwanderung aus der Türkei auf kulturellem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiet ebenso wie kulinarisch bereichert worden.
Wer nach Deutschland komme, müsse sich nach Merz' Worten zu Recht an die demokratischen Regeln halten. Dennoch würden viele trotz aller Anstrengungen wie Fremde behandelt.
Die Angst vor dem Fremden sei Gift für jede freiheitliche Gesellschaft, mahnte Merz.
Den Begriff Remigration bezeichnete Merz als Unwort. Dahinter stecke ein Angriff auf das moderne Deutschland, das in den vergangenen 65 Jahren gemeinsam aufgebaut worden sei.
Menschen hätten Angst, und man erlebe, wie Menschen offen ausgegrenzt würden.
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