Die Pegel der Schweizer Stauseen liegen nach Angaben von SRF News ausserordentlich tief. Für diese Lage macht GLP-Präsident Jürg Grossen die Energiekonzerne verantwortlich.
Grossen wirft den Konzernen vor, sie hätten zwischen April und September zu viel Strom aus den Speicherseen turbiniert und zudem ins Ausland exportiert, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre. Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Energiekonzerne, führt die tieferen Pegelstände auf den trockenen Sommer zurück. Der Langzeitbetrieb der AKW sei die relevante Grösse für die Debatte, sagte er. Gemeint sei, dass die bestehenden Kernkraftwerke statt 60 Jahre 80 Jahre am Netz bleiben könnten.
Grossen zeigt sich mit diesen Antworten nicht zufrieden. Er verlangt, die Energiekonzerne müssten offenlegen, wie viel Wasser sie im Sommer aus den Stauseen für die Stromproduktion genutzt haben.
Die Strombranche lehnt weitere Vorgaben ab und verweist darauf, bereits transparent genug zu sein. Die Pegelstände der Stauseen und der Stromhandel würden bereits gemeldet, sagt Frank. Mehr Regeln wären nach seiner Ansicht ein unnötiger Swiss Finish, der in einer Planwirtschaft ende.
Nach Einschätzung von SRF News überlagert die AKW-Debatte derzeit alles andere im Energiebereich. Selbst der Streit um die Pegel der Stauseen drehe sich inzwischen um die Kernkraft.
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