Die Koalition streitet über die Rente für besonders langjährig Versicherte. Wie t-online berichtete, hat sich Gitta Connemann (CDU), Vorsitzende der Mittelstandsunion, für einen Kurswechsel bei der abschlagsfreien Frührente ausgesprochen. Künftig solle nur noch gelten, was tatsächlich gearbeitet wurde, nicht angehäufte Beitragsjahre.
Im Sender Welt TV sagte Connemann, derzeit störe vor allem, dass es um Menschen gehe, die Beitragsjahre angehäuft hätten. Arbeitsjahre statt Beitragsjahre wären aus ihrer Sicht ein gangbarer Weg. Allerdings sei das erst möglich, wenn das Kabinett einen Beschluss zur Rentenreform gefasst habe und anschließend im Parlament verhandelt werde.
Auf die 45 Jahre werden neben Pflichtbeiträgen aus Beschäftigung oder selbstständiger Tätigkeit auch andere Beiträge und Zeiten angerechnet.
Dagegen fordern die Sozialdemokraten ebenso wie die drei CDU-Ost-Ministerpräsidenten den Erhalt der Regelung.
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte einen Tag zuvor in der Debatte bekräftigt, die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen, müsse bleiben. Kanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Samstag, er wolle, dass die Reformvorschläge der Rentenkommission umgesetzt werden, so wie sie vorliegen.
Zugleich verwies er darauf, dass die Koalitionsfraktionen von CDU, CSU und SPD im parlamentarischen Verfahren auch über den künftigen Renteneintritt beraten würden.
Auch aus der SPD war bereits Skepsis gegenüber Einschnitten bei den Erziehungszeiten gekommen.
Die Sozialwissenschaftlerin Heide M., Vorstandsmitglied im Deutschen Frauenrat, kritisierte, die Pflege- und Erziehungszeiten auszuklammern.
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