Reisen zwischen EU-Ländern sind bisher in vielen Fällen einfacher mit dem Kurzstreckenflug als mit dem Zug, obwohl sich viele Strecken mit modernen Hochgeschwindigkeitszügen leicht und schnell überbrücken ließen. Direkte Bahnverbindungen fehlen auf vielen Strecken, ebenso ein einheitliches Ticketsystem und passende Anschlüsse, wie ORF News berichtet.
Die Abgeordneten im EU-Parlament sprachen sich am Dienstag mit großer Mehrheit dafür aus: 558 Stimmen waren dafür, 23 dagegen, 73 Abgeordnete enthielten sich.
Dadurch soll grenzüberschreitendes Reisen unkomplizierter werden. Zudem soll die Fahrt mit Hochgeschwindigkeitszügen günstiger werden, etwa durch Ermäßigungen, Tarife und Abonnements.
Der Ausbau sei ein zentrales Element, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, gute Arbeitsplätze zu schaffen und die strategische Autonomie deutlich zu stärken. Dafür seien angemessene Investitionen nötig. Von Athen nach Sofia könnte die Fahrt sechs statt fast 14 Stunden dauern. Von Warschau aus soll Vilnius in vier Stunden erreichbar werden, von dort Riga in zwei Stunden und weiter Tallinn in eindreiviertel Stunden.
Am selben Dienstag gaben die EU-Parlamentarier außerdem grünes Licht für Verbesserungen bei den Fluggastrechten. Künftig ist es für betroffene Passagiere einfacher, Ansprüche auf Entschädigung geltend zu machen, etwa bei Flugverspätungen und Ausfällen.
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