Über das E-Mail-Konto eines Mitglieds des CDU-Kreisverbands Heilbronn sind nach Ermittlerangaben Nachrichten mit Phishing-Links verschickt worden, darunter an Bundeskanzler Friedrich Merz. Auch weitere Menschen aus dem politischen Umfeld erhielten die Mails.
Die beiden Behörden haben die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Hinweise auf einen politischen Hintergrund hätten sich bislang jedoch nicht ergeben, teilten sie mit.
Laut den Behörden wurden über das Konto knapp 5.000 Mails an verschiedene Adressaten versandt. Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass dieser über eine Phishing-Mail erfolgt sei.
Bei Phishing sollen Empfänger dazu gebracht werden, Seiten oder Anhänge zu öffnen, die mit Schadsoftware präpariert sind.
Anschließend sei das Konto des Mitglieds für den massenhaften Versand weiterer Mails mit Phishing-Links genutzt worden. Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass die Nachricht an das Mitglied Teil einer Kampagne war, bei der zufällig ausgewählte Adressaten angeschrieben wurden.
Laut Ermittlern war das Landeskriminalamt zuvor über den Fall informiert worden. Der CDU-Kreisverband warnte die Empfänger.
Die Täter hinter der Phishing-Kampagne seien bislang unbekannt.
InstaNews hatte am 20. Oktober über Hacker berichtet, die Hunderttausende mutmaßliche E-Mails aus der AfD veröffentlichten.
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