Im Prozess gegen den Komiker und Schauspieler Russell Brand am Southwark Crown Court in London hat eine Frau ausgesagt, die behauptet, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Wie die BBC berichtet, wurden dem Gericht aufgezeichnete Vernehmungen der Polizei mit der Frau vorgespielt. Sie gibt an, sie habe im Jahr 2009 in Brands Haus keinem Analverkehr zugestimmt.
Sechs Monate später habe sie eine unerwartete SMS von Brand erhalten, in der er geschrieben habe, er wolle sie weiter treiben. Sie habe zurückgefragt, warum er ihr überhaupt schreibe. Seine Antwort habe gelautet, sie sei schmutzig, und deshalb wolle er sie weiter treiben.
Die Frau habe nicht sofort reagiert, weil sie aufgebracht gewesen sei. Später habe sie geantwortet, er habe sie weit genug getrieben und sie wie ein Tier behandelt. Brand habe darauf umgehend geantwortet und sich entschuldigt, so die Frau.
Kennengelernt habe sie Brand bei einer seiner Comedy-Shows im Hammersmith Apollo im Jahr 2009. Damals sei sie mit einem Freund zusammen gewesen. Trotzdem sei sie in Brands Garderobe gegangen und habe dort einen sexuellen Akt an ihm vollzogen.
Beim nächsten Treffen in Brands Haus sei der Sex nicht einvernehmlich gewesen, sagte die Frau. Sie habe nur Vaginalverkehr zugestimmt. Brand habe sie vor dem Sex duschen und die Zähne putzen lassen. Auf die Frage des Detektivs, ob je über Analverkehr gesprochen worden sei, habe sie verneint.
Brand ist 51 Jahre alt. Ihm werden drei Fälle von Vergewaltigung, drei Fälle von sexuellen Übergriffen und ein Fall von unsittlicher Berührung zur Last gelegt. Er bestreitet alle Vorwürfe. Die Anklage umfasst einen Zeitraum von zehn Jahren, von 1999 bis 2009, und betrifft sechs Frauen. Brand hat erklärt, er habe nie sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person vorgenommen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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