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Drohnenangriff auf Markt in Abyei fordert mindestens 153 Tote

Bei einem Drohnenangriff auf den Amiet-Markt in der umstrittenen Grenzregion Abyei sind laut einem lokalen Beamten mindestens 153 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung Abyeis macht das sudanesische Militär verantwortlich.

Drohnenangriff auf Markt in Abyei fordert mindestens 153 ToteSymbolbild
Foto: Mikhail Nilov · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Drohnenangriff auf den Amiet-Markt nördlich von Abyei hat laut lokalem Beamten mindestens 153 Menschen getötet
  • Sudans Militär wird für den Angriff verantwortlich gemacht, Südsudans Außenministerium bestellte den sudanesischen Botschafter ein
  • Ärzte ohne Grenzen meldet über 20 Verletzte im Ameth-Bek-Krankenhaus, darunter Schwerverletzte und Patienten mit Verbrennungen

Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der umstrittenen Grenzregion Abyei sind nach Angaben eines lokalen Beamten mindestens 153 Menschen getötet worden. Wie ABC News berichtete, traf die Drohne am Montag den Amiet-Markt nördlich der Stadt Abyei und ein nahe gelegenes Treibstoffdepot, woraufhin ein Feuer ausbrach, das am Dienstag noch brannte.

Yohanna Akol Ngor, der kommissarische Informationsminister der Verwaltung von Abyei, machte das Militär Sudans für den Angriff verantwortlich. Akol sagte der Nachrichtenagentur Associated Press am Dienstag telefonisch: "Wir haben 153 Todesopfer registriert." Die Zahl steige weiter, während das Feuer brenne. Der Angriff habe sich gegen 11 Uhr ereignet. Das Treibstoffdepot habe lokale Betriebe versorgt. Die Motive für den Angriff seien zunächst nicht klar gewesen. Unabhängig überprüfen konnte die Associated Press nach eigenen Angaben nicht, wer die Drohne eingesetzt hat. Die Armee Sudans äußerte sich auf eine Anfrage zunächst nicht.

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Die Ärzte ohne Grenzen, die französisch als MSF abgekürzt werden, teilten mit, dass mehr als 20 Verletzte in das Ameth-Bek-Krankenhaus gebracht wurden. Dort arbeiteten MSF-Teams gemeinsam mit Personal des Gesundheitsministeriums Südsudans. Christian Lindauer, der bei MSF für die medizinischen Aktivitäten im Krankenhaus zuständig ist, sagte: "Bisher haben wir über 20 Patienten aufgenommen, darunter mehrere in kritischem Zustand. Auch Patienten mit Verbrennungen wurden eingeliefert." Akol bezeichnete die Lage als furchtbar und schockierend.

Auch das Außenministerium Südsudans machte das sudanesische Militär verantwortlich. Der Angriff habe mehrere Stellen innerhalb des Marktes getroffen, heißt es in einer Erklärung, die zivile Opfer und erhebliche Sachschäden verursacht habe. Das Ministerium habe den Botschafter Sudans einbestellt, um Protest einzulegen. Es forderte Sudan auf, "von allen Handlungen abzusehen, die zivile Leben und Eigentum gefährden". Fragen zu Abyei sollten über diplomatische Kanäle geklärt werden.

Die Ärzte ohne Grenzen riefen alle Konfliktparteien dazu auf, Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur einzustellen. Die Organisation äußerte sich besorgt darüber, dass Menschen medizinische und andere wichtige Dienste nicht mehr sicher erreichen können.

Der Amiet-Markt ist ein Handelszentrum für die Volksgruppen der Ngok Dinka und der Misseriya. Der ölreiche Status der Region blieb im Friedensabkommen von 2005 ungeklärt, das einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg beendete. Auch bei der Unabhängigkeit Südsudans im Jahr 2011 war die Frage nicht gelöst. Die mehrheitlich der Volksgruppe der Ngok Dinka angehörende Bevölkerung strebt einen Anschluss an Südsudan an, während die Misseriya-Nomaden, die die Weiden der Region nutzen, sich für Sudan aussprechen.

Das sudanesische Militär und die paramilitärischen Rapid Support Forces kämpfen seit April 2023 gegeneinander. Die Kämpfe haben große Teile des Landes verwüstet und die Stabilität entlang seiner Grenzen bedroht.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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