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Brasiliens Oberstes Gericht setzt Genehmigung für Amazonas-Goldmine aus

Brasiliens Oberstes Gericht hat die Umweltgenehmigung für das Goldbergbauprojekt Volta Grande im Amazonas vorläufig ausgesetzt. Indigene Gemeinschaften sagen, sie seien nicht ausreichend konsultiert worden.

Brasiliens Oberstes Gericht setzt Genehmigung für Amazonas-Goldmine ausSymbolbild
Foto: Alesia Kozik · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Brasiliens Oberster Richter Edson Fachin hat die Installationslizenz der kanadischen Goldmine Volta Grande im Bundesstaat Pará ausgesetzt
  • Das Gericht sah nicht belegt, dass Belo Sun die Umweltauflagen und den Schutz indigener Gemeinschaften vollständig erfüllt
  • Der geplante Damm soll 35 Millionen Kubikmeter Abfälle aufnehmen, bei einem Versagen könnten Arsen und Quecksilber austreten

Brasiliens Oberster Richter Edson Fachin hat die Umweltgenehmigung für ein großes Goldbergbauprojekt im Amazonas-Regenwald ausgesetzt. Wie ABC News berichtete, trifft die Entscheidung ein Vorhaben der kanadischen Firma Belo Sun Mining Corp. im Bundesstaat Pará. Die Firma will dort im Projekt Volta Grande eine Tagebaumine errichten.

Fachin erließ die Entscheidung am Montag, sie wurde am Folgetag öffentlich gemacht. Ausgesetzt ist die Installationslizenz des Projekts. Fachin sah nach Angaben des Gerichts nicht belegt, dass das Unternehmen die Umweltauflagen und den Schutz indigener Gemeinschaften vollständig erfüllt. Dazu zählten Studien zu den Auswirkungen des Vorhabens und das Recht der betroffenen Gemeinschaften auf Konsultation.

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Die Mine soll entlang des Xingu entstehen, eines großen Nebenflusses des Amazonas. Das Gebiet ist bereits durch das Wasserkraftwerk Belo Monte verändert worden. Der Staudamm hat den natürlichen Flusslauf deutlich verändert, was Fischbestände und die Gemeinschaften beeinträchtigt, die vom Fluss leben. Umweltgruppen warnen, eine große Goldmine könne diese Belastungen verstärken und Ökosysteme sowie die Lebensgrundlagen indigener Menschen weiter unter Druck setzen.

Sol J., Mitglied der Bewegung indigener Frauen am mittleren Xingu, sagte gegenüber The Associated Press, flussabwärts des Belo-Monte-Damms kämpften die Gemeinschaften bereits mit geringeren Wasserständen und zurückgehenden Fischbeständen. Sie befürchte, dass ein geplanter Damm für Bergbauabfälle nahe dem Xingu ihre Lebensgrundlagen weiter bedrohen könnte. Schon eine geringste Verunreinigung des Flusses würde für sie alles zerstören.

Einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 zufolge wollte Belo Sun in 17 Jahren 3,52 Millionen Unzen Gold gewinnen. Dafür sollten mehr als 600 Millionen Tonnen Material auf einer Fläche von 24 Quadratkilometern abgebaut werden.

Eine unabhängige Bewertung aus dem Jahr 2021 äußerte Bedenken zu dem geplanten Damm, der 35 Millionen Kubikmeter Bergbauabfälle und Wasser aufnehmen soll. Forscher warnten, bei einem Versagen könnten Abfälle mit giftigen Substanzen wie Arsen und Quecksilber austreten. Davon könnten indigene Gemeinschaften betroffen sein, die mehr als 40 Kilometer flussabwärts leben.

Das Urteil ist eine weitere Wendung in einem seit Jahren andauernden Rechtsstreit um das Projekt, das Belo Sun als eine der größten möglichen Goldminen Brasiliens bewirbt. Die Firma hatte ihre Installationslizenz im Februar durch eine Entscheidung eines niedrigeren Gerichts zurückerhalten. Anschließend teilte sie Investoren mit, die Genehmigung bleibe bis 2029 gültig.

Die Indigenenbehörde FUNAI hat laut der Quelle Lücken in den Studien zu den Auswirkungen der Mine auf indigene Gemeinschaften festgestellt. Dazu gehören auch Gemeinschaften außerhalb formell abgegrenzter Gebiete. Zudem sei nicht hinreichend untersucht worden, wie sich die Wirkungen der Mine und des Belo-Monte-Damms gemeinsam auswirken. Ana A., Brasilien-Rechtsberaterin bei Amazon Watch, einer Organisation für Umwelt- und Indigenenrechte, sagte, FUNAI bestehe darauf, dass der Schutz alle betroffenen indigenen Gemeinschaften umfassen müsse.

Die Gemeinschaften der Juruna und der Arara haben laut ABC News zuvor erklärt, sie seien bei dem Projekt nicht ordnungsgemäß konsultiert worden. Belo Sun bestreitet dies. Indigene Völker haben nach brasilianischem Recht und nach der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation Anspruch auf Konsultation. Die Nachrichtenagentur AP hatte Belo Sun um eine Stellungnahme gebeten, bis zur Veröffentlichung war jedoch keine Antwort eingegangen.

Die Allianz für den Volta Grande do Xingu, ein Bündnis gegen die Mine, begrüßte das Urteil. Die Aussetzung bleibe jedoch vorläufig, bis weitere juristische Schritte erfolgen. Dazu könne auch eine Vereinbarung gehören, die derzeit von einem Bundesgericht geprüft wird.

Für Sol J. und andere indigene Frauen, die sich gegen die Mine einsetzen, brachte die Entscheidung Erleichterung, aber kein Ende ihres Kampfes. Sie wollen Belo Sun aus dem Volta Grande do Xingu vertreiben.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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