Der Oktober verläuft in der Steiermark bislang außergewöhnlich trocken, und das Grundwasser hat in mehreren Regionen des Landes absolute Tiefststände erreicht. Das berichtet die Kleine Zeitung unter Verweis auf eine Auswertung.
Der erhoffte Regen bleibt seit Monaten in den nötigen Mengen aus. Laut Geosphere Austria war im gesamten Bundesgebiet jeder der vergangenen zwölf Monate zu trocken, mit Ausnahme des Februars dieses Jahres. Die Niederschlagsdefizite betragen teils mehr als zwei Drittel. In Graz fielen seit Juli insgesamt 176 Millimeter, üblich wären 377 Millimeter. Im bisherigen Oktober kamen in der Landeshauptstadt lediglich drei Millimeter zusammen.
Auch das Grundwasser reagiert deutlich. Bundesweit liegt laut einer aktuellen Auswertung von Greenpeace rund die Hälfte aller österreichischen Grundwasserpegel Mitte Oktober auf einem so niedrigen Niveau wie nie zuvor. Am stärksten betroffen ist die Steiermark, wo die meisten absoluten Tiefststände registriert werden.
Eine Entspannung sei nicht in Sicht, sagte Greenpeace-Wasserexperte Sebastian Theissing-Matei. Man werde mit deutlich verringerten Wasserreserven in den Winter gehen, was im Vergleich zum Vorjahr eine besorgniserregende Ausgangslage sei. Sollten Schnee und Regen auch in diesem Winter großflächig ausbleiben, drohe eine echte Krise für den Wasserschatz.
Auch an den Gewässern zeigt sich die Trockenheit. Am burgenländischen Neusiedlersee ist die Lage besonders angespannt. In den nächsten Tagen könnte ein neuer Negativrekord folgen.
Angesichts der aktuellen Dürresituation sei das viel zu langsam, heißt es bei Greenpeace.
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