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Landesweite Proteste in Frankreich: Zusammenstöße in Paris und Festnahmen

Zehntausende Menschen, vor allem junge, haben in Paris und anderen Städten gegen steigende Lebenshaltungskosten demonstriert. Die Polizei setzte Tränengas ein, das Innenministerium meldete mindestens 400 Festnahmen.

Landesweite Proteste in Frankreich: Zusammenstöße in Paris und FestnahmenSymbolbild
Foto: Th2city Santana · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag beteiligten sich landesweit 550.000 Menschen an Protesten gegen steigende Lebenshaltungskosten, davon 110.000 in Paris
  • Mindestens 400 Menschen wurden nach gewalttätigen Vorfällen festgenommen, darunter in Paris, Marseille, Rennes, Toulouse und Angers
  • Die Bewegung begann Mitte September mit Schülerprotesten in Créteil gegen verfallende Gebäude und Lehrermangel

Zehntausende Menschen, überwiegend junge, haben am Samstag in der französischen Hauptstadt gegen die steigenden Lebenshaltungskosten demonstriert, wie Al Jazeera berichtete. Auf dem Place de la République in Paris setzte die Polizei Tränengas ein, Demonstranten und Beamte gerieten aneinander. Nach Angaben der Behörden beteiligten sich landesweit 550.000 Menschen an den Protesten, davon 110.000 in Paris.

Die Bewegung begann Mitte September an einem Gymnasium im Pariser Vorort Créteil. Schülerinnen und Schüler gingen dort wegen verfallender Gebäude, überfüllter Klassenzimmer, Lehrermangels und eines aus ihrer Sicht zutiefst ungleichen Bildungssystems auf die Straße. Aus den Forderungen nach Bildungsreformen wurde rasch ein Protest gegen schlechte öffentliche Dienste, steigende Preise und eine Zukunft, die für viele immer weiter in die Ferne rücke.

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Unterstützt wurden die Schüler nach Angaben des Senders von Pflegekräften, Menschenrechtsanwälten, Feuerwehrleuten, Eltern und Lehrern. Auch Reste der Gelbwesten-Bewegung schlossen sich an. Diese hatte sich 2018 zunächst gegen die Dieselpreise gerichtet. Die Gewerkschaft CGT rief ebenfalls zur Teilnahme auf und forderte höhere Löhne und Renten, niedrigere Preise und den Schutz öffentlicher Dienste, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Eine Mutter von drei Kindern, die ihren Nachnamen nicht nennen wollte, sagte, es sei ihr wichtig, die Jugendlichen zu unterstützen. Man werde den Druck aufrechterhalten, damit sich jemand um die Zukunft der Kinder kümmere.

Jean P., Mitglied der französischen Menschenrechtsliga, sagte gegenüber Al Jazeera, junge Menschen fürchteten um ihre Zukunft und ihre Schulen, die Gelbwesten seien von den Lebenshaltungskosten belastet, und hinzu kämen Existenzängste wegen der geopolitischen Lage. Viele Demonstranten, mit denen Al Jazeera sprach, meinten, das System habe sie im Stich gelassen und Gewalt werde zu leichtfertig eingesetzt.

An den Ecken des Platzes standen zahlreiche Bereitschaftspolizisten in voller Ausrüstung. Schon am Vormittag wurden Tränengasgranaten abgefeuert, obwohl kaum Menschen dort waren. Ab 14 Uhr war der Platz dicht gefüllt, die Lage wurde angespannt. Einige Demonstranten warfen Feuerwerksmörser auf Polizisten, ein Auto und ein Zeitungskiosk gingen in Brand. Der Rauch war weithin sichtbar, Blendgranaten waren zu hören. Geschäfte und Boutiquen schlossen, Feuerwehrsirenen waren überall in der Stadt zu hören. Die große Mehrheit der Demonstranten zog dennoch friedlich in Richtung Nordwesten der Stadt.

Auch in anderen Städten kam es zu Ausschreitungen. In Marseille drangen Demonstranten laut Bericht in das Rathaus ein und plünderten Geschäfte. In Lyon soll nach Medienberichten ein Tourismusbüro in Brand gesetzt worden sein. Das französische Innenministerium teilte mit, mindestens 400 Menschen seien nach gewalttätigen Vorfällen festgenommen worden, darunter in Paris, Marseille, Rennes, Toulouse und Angers. Das Ministerium sprach von Plünderungsversuchen, Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, Brandstiftung an Straßenmobiliar und Angriffen auf Machtzentren und Medien, und machte dafür die sogenannte „Ultralinke“ verantwortlich.

Präsident Emmanuel Macron hatte bereits am Vortag der Proteste in Brüssel zur Ruhe aufgerufen. Das Recht auf Protest sei verfassungsrechtlich garantiert, doch es gehe mit der Pflicht zum Respekt einher, gegenüber Menschen und gegenüber fremdem Eigentum. Sie entstünden aus Frust über hohe Steuern, eine erhebliche Staatsverschuldung und ein Defizit, das die Regierung daran hindere, öffentliche Forderungen zu erfüllen. Frankreich versuche zwar, seine wachsenden Staatsschulden abzubauen, habe die Investoren bisher aber nicht überzeugt. Die Kreditkosten der Regierung seien auf dem höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Cautres zufolge fragen sich die Franzosen, wohin das Land steuere und wie es aus der Haushaltskrise herauskommen solle. Die Proteste fallen zudem in die letzten Monate von Macrons Amtszeit, vor wichtigen Wahlen im kommenden Jahr, bei denen laut Bericht die rechtsextreme Partei Rassemblement National die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas anführen könnte.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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