Luxemburger GCP steigt mit 20 Prozent bei LEG ein
Die Luxemburger GCP ist über Nacht zum Hauptanteilseigner eines der größten deutschen Vermieter aufgestiegen, wie n-tv berichtet. Die Luxemburger können ihren Anteil auf bis zu 29,9 Prozent ausbauen. Die LEG gehörte einst dem Land Nordrhein-Westfalen.
Am Morgen überraschte die Nachricht die Börse. Im Tagesverlauf stiegen die Kurse der beteiligten Unternehmen, und von einer Unterbewertung war die Rede. Am Mittag lag die LEG-Aktie rund 4,5 Prozent im Plus, GCP legte 5,8 Prozent zu und Aroundtown gewann 7,8 Prozent. Selbst die Vonovia-Aktie, die an dem Geschäft nicht beteiligt war, legte rund ein Prozent zu.
Die Beteiligung zeige diese Lage, so die Einschätzung des Händlers.
LEG besitzt rund 171.000 Mietwohnungen, in denen etwa 500.000 Menschen leben.
Dort besitzt der Konzern rund 61.000 Wohnungen.
Seit Anfang 2022 verloren die Papiere bis kurz vor der Bekanntgabe des Einstiegs rund 63 Prozent an Wert.
Der Wirtschaftswissenschaftler Steffen Sebastian bezeichnet den Einstieg als bedeutendes Vertrauenssignal. Nach seiner Einschätzung sieht GCP offenbar Wertpotenzial, und zwar im Bestand.
Beide äußerten sich auf Anfrage.
Deshalb laufe das kleine Neubaugeschäft mit der Fertigstellung der genannten Projekte aus.
Auch Altbaubestände bergen finanzielle Risiken.
Das ist der niedrigste Wert seit 2012.
Der von Dow Jones zitierte Händler fasste diese Logik nach Bekanntwerden des Einstiegs so zusammen: Bestandsimmobilien seien günstiger zu haben als Neubauten, weshalb dann eben noch weniger gebaut werde.
Die Mieten würden nicht in den Himmel wachsen, Knappheit allein reiche nicht.
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