Der Online-Marktplatz eBay streicht etwa 1.000 Stellen. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin, die CNBC gegenüber bestätigte, betrifft der Abbau etwa 9 Prozent der Belegschaft. Mit dem Schritt will eBay seine Abläufe vereinfachen und sich auf seine am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche konzentrieren, wie die Hindustan Times berichtet.
eBay erklärte, die Stellenstreichungen sollten sicherstellen, dass Teams und Ressourcen auf die wichtigsten Geschäftsprioritäten ausgerichtet sind. Das Unternehmen wolle seine Mittel besser nutzen, während es sich auf künftige Wachstumschancen vorbereite. Trotz des Abbaus werde eBay weiterhin Personal für Rollen einstellen, die die Geschäftspläne unterstützen. Der Fokus solle auf Stellen liegen, die zu den Hauptzielen des Unternehmens passen.
Im Dezember 2025 hatte eBay weltweit etwa 12.300 Beschäftigte. Reuters berichtete am Mittwoch (21. Oktober) als Erstes über den neuen Stellenabbau. Die Agentur stützte sich dabei auf eine interne Mitteilung, die Konzernchef Jamie Iannone an die Belegschaft geschickt hatte. Iannone schrieb darin, dass die Pläne des Unternehmens funktionierten. Zugleich erläuterte er, warum eBay entscheiden müsse, wohin Geld und Ressourcen fließen sollen.
In dem Schreiben hieß es laut Reuters, um die großen Chancen, die vor dem Unternehmen lägen, weiter zu nutzen, seien überlegte Entscheidungen darüber nötig, worauf eBay seinen Fokus richte und wo es investiere. Iannone betonte damit, dass das Unternehmen seine Aufmerksamkeit und seine Investitionen gezielt steuern müsse.
Der aktuelle Abbau ist die zweite Runde in diesem Jahr. Im Februar 2026 hatte eBay etwa 6 Prozent seiner Belegschaft entlassen, das waren rund 800 Beschäftigte. Nach Angaben von CNBC baut eBay seit einigen Jahren Stellen ab, um die Abläufe einfacher zu gestalten. Gleichzeitig gibt das Unternehmen laut CNBC mehr Geld für künstliche Intelligenz (KI) aus.
Auch eine Übernahme fiel in dieses Jahr. eBay kaufte von Etsy die Plattform Depop, auf der Menschen gebrauchte Kleidung kaufen und verkaufen können. Depop ist besonders bei Kundinnen und Kunden der Generation Z und der Millennials beliebt. Der Kaufpreis betrug nach Angaben von Etsy 1,4 Milliarden Dollar. Der Deal wurde im Juli 2026 abgeschlossen.
Trotz der Stellenstreichungen stieg die eBay-Aktie am Mittwochmorgen um etwa 1 Prozent.
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