Medizinerinnen und Mediziner wollen am Donnerstag eine neue Leitlinie vorstellen, die Ärztinnen, Pflegekräften und anderen Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen als Orientierung dienen soll. Wie t-online berichtete, geht es um den Umgang mit Menschen, die um Hilfe bei ihrer Selbsttötung bitten. Hintergrund ist eine steigende Zahl assistierter Selbsttötungen in Deutschland.
Nach jahrelangen Vorbereitungen handelt es sich nach Angaben der Universität Halle (Saale) um die erste interdisziplinäre Leitlinie zu diesem Thema. Die Universität organisiert die Präsentation. Ziel sei es, Todeswünsche richtig einzuordnen, Betroffenen verlässliche Informationen und Beratung zu bieten und fachlich beurteilen zu können, ob eine Suizidentscheidung freiverantwortlich getroffen wurde. Erarbeitet wurde die Leitlinie unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin, Pflege und Angehörigenorganisationen. Sie soll 45 Empfehlungen umfassen.
In Deutschland ist aktive Sterbehilfe strafbar. Geschäftsmäßig heißt, dass die Hilfe auf Wiederholung angelegt ist.
Fachgesellschaften sind laut Meldung medizinische Zusammenschlüsse, die unter anderem Behandlungsleitlinien erarbeiten.
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft ist die Zahl assistierter Selbsttötungen in Deutschland seit 2020 gestiegen. Beschäftigte unterschiedlicher Fachrichtungen im Gesundheitswesen würden damit konfrontiert. Die Dunkelziffer liege womöglich deutlich höher.
An allen Todesursachen hatten Suizide einen Anteil von 1,1 Prozent, ähnlich wie in den Vorjahren.
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