Die Migros plant einen grundlegenden Umbau ihrer Struktur.
Mit dem Schritt will der Konzern seine verschachtelte Führungsstruktur hinter sich lassen. Diese gilt nach Darstellung des Berichts als Nachteil gegenüber Coop, Aldi und Lidl. Coop habe diesen Schritt bereits vor 25 Jahren getan.
Für die Umsetzung muss jede der zehn Regionalgenossenschaften eine Urabstimmung durchführen. Dafür wären Stimmen von zwei Dritteln der Mitglieder nötig. Auch die Delegiertenversammlung des MGB muss laut Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir zustimmen, und zwar bei einer allfälligen Fusion gemeinsam mit den Mitgliedern der betroffenen Genossenschaften.
Das Gremium der Delegierten bliebe erhalten und würde auch künftig die Verwaltung wählen. Im operativen Geschäft bliebe Irminger an der Spitze.
Die Migros Supermarkt AG ist die wichtigste Tochter des Konzerns. Sie soll in sechs Regionen aufgeteilt werden, um regional verankert zu bleiben. Diese Zuschnitte orientieren sich nicht an den heutigen Genossenschaftsgrenzen, sondern an der Logistik. Wie die Regionen genau aussehen, steht noch nicht fest.
Laut «SonntagsZeitung» könnten dadurch rund 3000 Stellen wegfallen.
Für Kundinnen und Kunden soll der Umbau unbemerkt bleiben. Stattdessen sollen neue Filialen entstehen und bestehende modernisiert werden.
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