Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober erneut verbessert. Damit stieg er bereits zum sechsten Mal hintereinander, wie die Welt unter Berufung auf das Münchner Ifo-Institut berichtete, das seine Umfrage am Montag veröffentlichte.
Befragt wurden rund 9000 Führungskräfte. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen einen Wert von 90,0 Punkten erwartet, der Index lag also über den Prognosen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage etwas skeptischer als zuletzt, blickten jedoch optimistischer in die Zukunft.
Ifo-Chef Clemens Fuest erklärte, der Aufschwung setze sich fort.
Dabei habe sich das Wachstum der Dienstleister verlangsamt, während es in der Industrie zugelegt habe.
Insgesamt zeichne sich in Deutschland eine konjunkturelle Erholung ab. Weil die privaten Investitionen jedoch noch verhalten seien, sprächen die meisten Ökonomen bislang nicht von einem nachhaltigen und aus sich heraus tragfähigen Aufschwung.
Für das dritte Quartal 2026 rechne Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe mit Stagnation, wie er am Montag sagte.
Wohlrabe sagte, die deutsche Wirtschaft gewinne zunehmend an Fahrt und komme Schritt für Schritt aus dem Tal heraus.
Die Industrie trage dazu bei, vor allem die Elektroindustrie und der Maschinenbau. Wohlrabe relativierte dies. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen für 2027 noch mit einer Teuerung von 3,2 Prozent. Der Konsum falle damit als Wachstumstreiber vorerst aus.
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