Eine Schweizerin ist nach einer Reise nach Uganda offenbar an Ebola erkrankt. Sie wird im Universitätsspital Genf behandelt, wie 20 Minuten berichtete. Die Rega brachte die Frau am Montag gemeinsam mit ihrem Ehemann in die Schweiz zurück. In einer Mitteilung vom Dienstag hat die Rettungsorganisation nun erklärt, wie der Transport abgelaufen ist.
Für die Rückführung setzte die Rega eine Patienten-Isolationseinheit ein, kurz PIU. Zusammen mit einem genau beschriebenen und regelmäßig trainierten Ablauf soll sie den sicheren Transport von Menschen mit hochinfektiösen Krankheiten ermöglichen, etwa Ebola, COVID-19 oder anderen hochansteckenden Virusinfektionen.
Die Rega wollte nach eigenen Angaben eine Lösung schaffen, die Patienten während des gesamten Transports isoliert und die Crew zugleich von Schutzanzügen befreit. Die Umsetzung sei jedoch komplex gewesen. Die Patientenversorgung musste ohne Unterbrechung der Isolation gewährleistet sein.
Damit sei keimfreie Luft nicht nur außen, sondern auch im Inneren der Einheit gewährleistet. Davor hätten die Rettungskräfte kaum ein verlässliches Konzept für Lufttransporte hochinfektiöser Patienten gehabt. Die Crews mussten bei solchen Flügen die gesamte Flugzeit Schutzkleidung tragen, auch die Piloten im Cockpit. In dieser Zeit stand er anderen Patienten nicht zur Verfügung. Die Rega transportiert regelmäßig Patientinnen und Patienten mit hochansteckenden Krankheiten. Inzwischen hat sie mehr als hundert solcher Patientinnen und Patienten befördert, über 100 Transporte sind erfolgt.
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