Der Buchungsdienstleister Secra Bookings hat einen Hackerangriff gemeldet, wie der NDR berichtet. Das Unternehmen mit Sitz in Sierksdorf im Kreis Ostholstein teilte mit, die Daten seien bislang nicht missbräuchlich verwendet worden.
Zu den Betroffenen gehören Gastgeber und Urlauber aus Eckernförde im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie aus der Lübecker Bucht. Er fordert von Secra Bookings, den Vorfall aufzuarbeiten und transparent zu kommunizieren. Wie viele Menschen insgesamt betroffen sind, ist laut NDR bislang noch nicht bekannt.
Auch andere Ferienhaus-Vermittler sind von dem Angriff betroffen, darunter Kraushaar.
Was mit den gestohlenen Daten geschieht, ist laut der Landesdatenschutzbeauftragten Marit Hansen offen. Denkbar sei, dass die Daten verkauft und erst später verwendet werden. Möglicherweise seien sie aber auch gar nicht nutzbar. Dennoch hält Hansen gezielte Betrugsversuche für möglich. Kriminelle könnten Nachrichten an Betroffene schicken, die sich auf die eigene Ferienhaus-Buchung beziehen, um weitere Daten wie Kreditkarteninformationen zu erlangen. Hansen kann sich außerdem vorstellen, dass mit den Daten Online-Bestellungen im Namen der Betroffenen ausgelöst werden.
Betroffene werden per Mail über die Angriffe informiert. Hansen empfiehlt, Mails oder Briefe in den kommenden Wochen und Monaten genau zu prüfen und sich nicht drängeln zu lassen. Eine Nachricht, die mit einem Klick und Zeitdruck verbunden sei, stamme nicht von einem seriösen Vermieter, erklärte sie. Betroffene sollten zudem ihre Kontoauszüge genau kontrollieren, Zahlungsaufforderungen prüfen und keine Kreditkartendaten nachreichen.
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