Nach Krawallen im Anschluss an bundesweite Jugendproteste hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bestimmte Gruppen für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht, wie die DW berichtete. Gegenüber dem Bild-Onlineportal sprach er am Sonntag von gewaltbereiten linken Gruppen sowie von Chaoten aus dem migrantischen Milieu, die die friedlichen Kundgebungen vom Nachmittag an sich gerissen hätten. Randalierer und Plünderer würden identifiziert und zur Rechenschaft gezogen; auf den Landfriedensbruch müssten harte Strafen folgen.
Zugleich lobte Dobrindt, der der CSU angehört, die Sicherheitskräfte. Gewaltexzesse wie in Paris seien dank des engagierten Einsatzes der Polizeikräfte verhindert worden. Das Einsatzkonzept mit massiver Präsenz und dezentraler Kräfteaufstellung sei aufgegangen.
Randalierer hätten Einsatzkräfte mit Molotowcocktails beworfen und die Scheiben mehrerer Geschäfte eingeschlagen, darunter die eines Waffenladens. Auch zahlreiche Böller, Feuerwerksraketen und Flaschen seien geflogen. Mehr als 100 Polizisten seien verletzt worden.
Zahlreiche Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Gewalttätige Szenen habe es auch in einigen anderen deutschen Städten gegeben, darunter Berlin, Hamburg und Köln.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein erklärte, er sei von den Gewaltexzessen in Frankfurt schockiert, und diese würden nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wer sich wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt verhalte, stelle sich außerhalb der Gesellschaft. Aggressoren, Tätergruppen und Hergang würden genau bewertet, um daraus Schlüsse zu ziehen.
Auf Instagram distanzierte sich die Gruppe von jeglicher Gewalt und von gewalttätigen Handlungen anderer Gruppen oder Einzelpersonen, die nicht Teil der Demonstrationen gewesen seien. Gewalt sei niemals Teil der Bewegung gewesen.
Die Initiative ist ein loser Zusammenschluss junger Menschen, der sich vor allem über soziale Medien abstimmt.
In drei Wochen will die Initiative erneut bundesweit Menschenmassen mobilisieren. Die Demonstrationen vom Samstag bezeichnete sie lediglich als ersten Schritt.
Für den 20. BSK-Generalsekretärin Amy Kirchhoff sagte, man wisse nicht genau, wer dahinterstecke.
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