Die Gasspeicher in Deutschland erreichen die gesetzlich geforderten Füllstände nach vorläufigen Daten nicht. Darüber berichtete n-tv. Zugleich betonte die Bundesnetzagentur, dass die Erdgasversorgung trotzdem gesichert sei.
Behördenchef Klaus Müller sagte, Deutschland sei auch ohne das Erreichen der Speicherziele sicher mit Erdgas versorgt. Für die sichere Versorgung sei es inzwischen nicht mehr zwingend, dass die Ziele erfüllt würden. Verwiesen wurde auf Flüssiggas-Terminals im Land, über die sich Gas importieren lasse.
Müller warnte zugleich vor steigenden Kosten. Gas sei erheblich teurer geworden, und alle Kunden müssten sich dessen bewusst sein, so der Behördenchef.
Zum 1. Für sechs Speicher gilt eine niedrigere Marke von 45 Prozent. Oktober), einen Tag vor dem Stichtag, lag der durchschnittliche Füllstand jedoch nur etwas über 61 Prozent.
Müller erklärte weiter, Speicher seien nach wie vor wichtig, doch habe sich ihre Bedeutung verändert. Entscheidend sei das Zusammenspiel aus Importen über Pipelines und per Flüssiggas, Speichern, Infrastruktur und Nachfrage. Die Gasversorgung sei stabil, und die Gefahr einer angespannten Lage schätze die Behörde derzeit als gering ein.
Der Interessenverband Initiative Energien Speichern (INES) sieht das anders. INES fordert unter anderem staatlich vergünstigte Kredite, damit das Einspeichern wirtschaftlich attraktiver wird.
Kommentare (0)