Metallbeschäftigte beginnen Warnstreiks, Andernach macht den Anfang
Mit Mitternacht haben in der deutschen Metall- und Elektroindustrie Warnstreiks begonnen, wie die Salzburger Nachrichten berichteten. Gemeinsam mit weiteren Beschäftigten aus umliegenden Betrieben machten sie den Anfang, wie die Gewerkschaft in der Nacht mitteilte.
Die Arbeitsniederlegungen sind zeitlich befristet.
Mit den Warnstreiks will die IG Metall in den Tarifverhandlungen den Druck erhöhen. Die Verhandlungen betreffen rund 3,7 Millionen Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld. Zudem verlangt sie die Sicherung von Jobs und Standorten.
Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt. Es sah für das kommende Jahr eine Einmalzahlung vor sowie im Juli 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent.
Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner hatte starke Warnstreiks angekündigt.
Jörg Köhlinger, Vorsitzender des IG-Metall-Bezirks Mitte, sprach vor Streikenden in Andernach. Die Arbeitgeber betrachteten die Beschäftigten, so Köhlinger, als bloße Kostenfaktoren. Das Minus-Angebot habe den Ärger in den Belegschaften noch verstärkt. Der Mitternachtswarnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein sei lediglich der Auftakt einer massiven Warnstreikphase.
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