Nach der Rücktrittsankündigung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Suche nach ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger begonnen, wie die Kleine Zeitung berichtet. Lagarde verlässt das Amt am 7. Februar 2027 und damit vor dem eigentlichen Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027. InstaNews hatte bereits am 29. Oktober über den vorzeitigen Rücktritt berichtet. In der politischen Praxis wird die Besetzung des höchsten Postens der Europäischen Zentralbank meist zwischen den vier größten Mitgliedstaaten ausgehandelt: Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
Das Verfahren beginnt damit, dass die 21 Mitgliedstaaten des Euroraums Vorschläge einbringen können. Anschließend müssen sich die Finanzminister der Eurogruppe auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten verständigen. Danach spricht der Rat der EU-Länder eine Empfehlung an den Europäischen Rat aus.
Beide Gremien geben Stellungnahmen ab, verfügen aber über kein Vetorecht.
Wer Lagardes Nachfolge antritt, muss die Staatsbürgerschaft eines Euro-Landes besitzen. Zudem muss die Person als fachlich angesehen und erfahren in Geld- oder Bankangelegenheiten gelten.
Ebenfalls im Gespräch ist der niederländische Zentralbankchef Klaas Knot.
Die Finanzminister der Eurogruppe kommen am 9. November in Brüssel zu Beratungen zusammen.
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