Wie die Welt berichtet, sorgten am frühen Sonntagabend zeitweise bis zu 120 Menschen im Berliner Märkischen Viertel für Tumulte, bei denen Pyrotechnik und Molotowcocktails gezündet wurden. Nach Angaben der Polizei hatten sich hauptsächlich Jugendliche in Berlin-Reinickendorf versammelt, anfangs waren es etwa 30 Personen.
Mit dem Eintreffen der Einsatzkräfte entwickelte sich ein „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen der Polizei und den Personengruppen. Deren Konstellation und Größe veränderte sich immer wieder. Dabei wurde ein Molotowcocktail gegen einen Polizisten geworfen. Der Beamte wurde zwar getroffen, der Brandsatz zündete jedoch erst beim Aufprall auf den Boden.
Auch im Kreis Bergstraße sorgte eine Gruppe Jugendlicher für Unruhe. In Viernheim warfen sie nach Polizeiangaben mit Böllern um sich und errichteten eine Barrikade. Die Zeugenangaben zur Größe der Gruppe variierten zwischen 20 und 50 Personen.
Beim Eintreffen hätten sich einige Jugendliche vermummt und die Beamten sowie die Polizeiautos mit Böllern beworfen. Auf einer Straße errichteten sie eine Barrikade aus Tischen und Bänken. Eine Mülltonne geriet in Brand, den die Feuerwehr löschte.
Drei Kinder und neun Jugendliche wurden vorläufig festgenommen. Nach bisherigem Stand gab es keine Verletzten, Meldungen über Sachschäden lägen zunächst nicht vor. Bis in die Nacht waren Einsatzkräfte vor Ort, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden.
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