Darüber berichtete die Salzburger Nachrichten. Das Hochwasser hinterließ vor allem im Nordosten Österreichs eine Spur der Verwüstung und traf zahlreiche Haushalte hart. Schon zuvor hatten Analysen gezeigt, dass auch die großen Regenmengen, die in wenigen Tagen fielen, mit dem Klimawandel zusammenhingen.
Dabei verglichen die Forschenden das Geschehen mehrfach, unter verschiedenen Annahmen und mit unterschiedlichen Methoden, in einer hypothetischen Welt ohne Klimawandel und in einer Welt mit ihm. Neben Österreich hatte der Sturm "Boris" auch in Polen und Tschechien starke Überflutungen verursacht, ausgelöst durch Niederschläge von mehreren hundert Millimetern pro Quadratmeter. In Teilen Niederösterreichs fielen Mitte September 2024 knapp über 400 Millimeter.
Ohne die bereits eingetretene Erwärmung und die damit höhere Aufnahmefähigkeit der Luft für Feuchtigkeit wären Regenmengen dieser Größenordnung in Mitteleuropa weit unwahrscheinlicher gewesen. Das Team um den Erstautor der Studie, Peter Miersch, konzentrierte sich nun auf die Höchstpegelstände.
Bei den Hochwasserspitzen zeigt sich ein noch deutlicheres Bild. Die Forschenden berichten dies in ihrer Arbeit und in einer Aussendung des UFZ.
Besonders hohe Werte weist die Analyse entlang des österreichischen Abschnitts der Donau aus, ebenso im Einzugsgebiet des Kamp sowie im Mostviertel, im Industrieviertel und im Wienerwaldgebiet. An vielen Messstellen wären die Pegel ohne den menschengemachten Klimawandel über 25 Prozent niedriger ausgefallen, an einzelnen sogar um die Hälfte.
Den Unterschied zwischen Regenmenge und Pegelhöhe erklären die Forschenden mit der Fähigkeit der Böden, Wasser aufzunehmen, und mit der Dimensionierung des Hochwasserschutzes vor Ort. Der Boden könne zunächst einen Teil eines Starkregens abfangen. Co-Studienautor Jakob Zscheischler zufolge bedeutet ein Anstieg des Extremniederschlags durch den Klimawandel um zehn Prozent nicht, dass das Hochwasser ebenfalls nur um zehn Prozent stärker wird. Es könnten auch zwanzig Prozent sein.
Unter den neuen klimatischen Bedingungen erhöht sich nach Angaben der Studienautoren die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht.
Kommentare (0)