Ein Gericht in Südafrika hat Imanuwela D. des Diebstahls schuldig gesprochen, wie die BBC berichtet. Außerdem wurde er der Verschwörung zum Einbruch mit der Absicht des Diebstahls für schuldig befunden. Der Tatort war die Phala-Phala-Farm in der Provinz Limpopo, die dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa gehört. Die Tat ereignete sich im Jahr 2020.
Auch Froliana J., eine Reinigungskraft auf dem Anwesen, wurde wegen Verschwörung zum Einbruch mit Diebstahlsabsicht schuldig gesprochen. Ihr Bruder Ndilinasho J. wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen. Nach Feststellung des Gerichts hatte allein Imanuwela D. einen Teil des gestohlenen Bargelds auf seinem Bankkonto.
Mit dem Geld soll er eine Einkaufstour unternommen haben. Er kaufte mehrere Autos, darunter drei Mercedes, einen davon für seine Freundin, einen Porsche und zwei Volkswagen. Hinzu kamen mit Diamanten besetzte Rolex-Uhren und ein Haus.
D. gab vor Gericht an, das Geld in Geschäften unter anderem mit Diamanten und Bitcoin verdient zu haben. Das Gericht wies diese Darstellung zurück. Die Anhörung zum Strafmaß findet am 13. November statt.
Der Fall gehört zur sogenannten Farmgate-Affäre, die viele Wendungen genommen hat. Der Diebstahl blieb lange weitgehend unbekannt, bis Arthur Fraser ihn 2022 öffentlich machte. Fraser ist Südafrikas früherer Geheimdienstchef und ein Verbündeter des früheren Präsidenten Jacob Zuma. Er behauptete, Ramaphosa habe den Diebstahl vor der Polizei und den Steuerbehörden verheimlicht.
Ramaphosa räumte ein, dass der Diebstahl stattgefunden habe, wies jedoch jedes Fehlverhalten zurück. Im selben Jahr stellte ein unabhängiges Gremium fest, Ramaphosa könnte Fragen zu dem Einbruch zu beantworten haben. Die Abgeordneten stimmten gegen die Einrichtung einer Untersuchung im Rahmen eines Amtsenthebungsverfahrens.
In diesem Jahr entschied das Verfassungsgericht, dass das Parlament rechtswidrig gehandelt habe, als es den Bericht des Gremiums auf Eis legte. Im Juli blockierte Ramaphosa die parlamentarische Untersuchung über ein Provinzgericht. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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