Zehntausende junge Menschen sind in mehreren deutschen Städten auf die Straße gegangen. Die Züge verliefen zunächst überwiegend friedlich, doch am Abend schlug die Stimmung nach Angaben von t-online in Gewalt um. Am schwersten traf es Frankfurt am Main, wo es in der Nacht zu Sonntag zu teils schweren Krawallen kam.
Fünf Geschäfte seien nach Angaben des hessischen Innenministers geplündert worden. Insgesamt wurden mehr als 100 Polizisten verletzt.
Auch in Köln, Hamburg und Berlin kam es nach überwiegend friedlichen Demonstrationen zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei. Dort fielen sie jedoch nicht so heftig aus wie in Frankfurt. In Köln wurden nahe dem Hauptbahnhof Flaschen und Fahrräder auf Polizisten geworfen. Polizeipräsident Johannes Hermanns sagte, bei Vermummten seien Molotowcocktails und Nothämmer sichergestellt worden.
Nach jeweiligen Polizei-Zahlen gab es bundesweit mindestens 250 Festnahmen und Hunderte Ermittlungsverfahren. Laut Einsatzleitung wurden dort 87 Strafanzeigen gestellt.
Die Tätergruppe sei überwiegend migrantisch geprägt gewesen, sagte er in Frankfurt, und es dürfe hier keine falschen Tabus geben. Die Behörden wollten gewaltbereite junge Menschen mit Migrationshintergrund künftig stärker in den Blick nehmen.
InstaNews hatte am 1. November über Dobrindts Forderung nach harten Strafen für Randalierer berichtet.
Die Initiative sprach von bundesweit Hunderttausend Teilnehmenden. Auch unter den friedlichen Teilnehmern seien viele migrantische Jugendliche gewesen.
Ein Sprecher der Initiative sagte, man habe keinen Einfluss darauf gehabt, was nach dem Ende der Kundgebungen passiert sei. Vor den Eskalationen hatte sie ein positives Fazit gezogen.
Dies bedauere sie besonders. Die Anliegen der Jugendlichen seien berechtigt und überaus relevant, und sie wolle mit denjenigen, die friedlich demonstriert hätten, tiefer ins Gespräch kommen.
Fraktionsvize Dagmar Schmidt sagte, das Recht auf gute Bildung und Ausbildung sei ein Schwerpunkt der Proteste, und in diesem Bereich habe man die Pflicht, jetzt schnell zu handeln.
Als Begründung nannte sie unklare Organisationsstrukturen der Initiative.
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