In Oberösterreich ermittelt die Polizei, nachdem ein Vater im Linzer Stadtteil Oed in mehreren Süßigkeiten seiner Kinder Nägel entdeckt hat. Wie ORF News berichtete, riet die oberösterreichische Polizei am Vormittag, Halloween-Süßigkeiten aus dem Bereich Linz-Oed vorher genau zu kontrollieren.
Eine Sprecherin des Innenministeriums sagte gegenüber dem Medium, die Ermittlungen laufen. Nach dem derzeitigen Stand gebe es in Österreich nur diesen einen Fall. Weitere Einzelheiten seien bislang nicht veröffentlicht worden.
In Deutschland wurden inzwischen in weiten Teilen des Landes Nägel, Nadeln und Schrauben in Süßwaren gemeldet.
Darin fand er eine spitze Nadel.
Ein Mädchen in Niedersachsen verletzte sich an einem manipulierten Schokoriegel. Das Kind zog sich laut Polizei durch eine gut fünf Zentimeter lange Stecknadel im Riegel eine Verletzung an der Zunge zu, als es die Süßigkeit probieren wollte. Zur Schwere der Verletzung machte die Polizei keine Angaben.
Nach ihren Angaben hatte sie ihn bei einem Lebensmittelhändler gekauft.
Der Diskonter Lidl äußerte sich auf Anfrage der dpa. Das Unternehmen teilte mit, den Hinweis ernst zu nehmen.
Besteht der Verdacht, ein Kind habe eine Nadel verschluckt, sei sofort ärztliche Hilfe nötig, da spitze Gegenstände schwere innere Verletzungen verursachen können. Die Polizei in Deutschland sagte, verdächtige Süßigkeiten samt Verpackung sollten aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden. Fremdkörper solle man, wenn möglich, nicht selbst herausholen, damit Spuren erhalten bleiben, hieß es von der Polizei Konstanz am Bodensee.
Zugleich mahnen die Behörden zur Ruhe. Die Polizei Bad Segeberg in Schleswig-Holstein schrieb, Kopfschmerzen und Übelkeit müssten nicht zwingend vom Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten stammen.
Da Kinder an zahlreichen Haustüren klingeln, ist im Nachhinein kaum zu sagen, woher welche Süßigkeit stammt. Die Untersuchungen dürften deshalb nach Einschätzung des Medienberichts wohl schwierig werden, weil ganze Straßenzüge überprüft werden müssten.
Die aktuelle Häufung der Fälle in Deutschland und nun auch in Österreich sei nach Einschätzung des Mediums sehr auffällig.
Das Bundeskriminalamt machte bislang keine Angaben zu Details.
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