Nach den Ausschreitungen am Rande der GenZ-Proteste in Frankfurt am Main sind laut Behörden 54 Verdächtige namentlich bekannt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Justizministerium in Wiesbaden teilten das am Montag mit, wie die Welt berichtete.
Ein von der Polizei festgenommener 18-Jähriger befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Gewalt war am Samstag nach einer GenZ-Demonstration eskaliert.
An der Einkaufsmeile Zeil wurden laut Landesregierung und Polizei 17 Geschäfte beschädigt, fünf davon geplündert. Die Polizei setzte in der Spitze rund 1300 Beamte ein und nahm 54 Verdächtige fest. Mehr als 100 Beamte wurden verletzt. Teilweise seien sie aus Hinterhalten gezielt attackiert worden, unter anderem mit Molotowcocktails und Pyrotechnik.
Dabei dürfe es keine Tabus geben, sagte er.
Bundesweit waren am Samstag bei Jugendprotesten der Gruppierung „GenZ regelt“ zunächst zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Nach Behördenangaben verlief das meiste friedlich, die Initiative selbst sprach von 120.000 Teilnehmern. Auch in anderen Großstädten kam es am Rande der Demonstrationen zu Krawallen, etwa in Köln und Hamburg. InstaNews hatte am 1. November über die Ausschreitungen in Frankfurt und Köln berichtet.
Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) erklärte am Montag, die Strafverfolgungsbehörden stünden noch am Anfang der Ermittlungen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren, um Täter rasch zur Rechenschaft zu ziehen. Damit werde zugleich ein deutliches Zeichen für künftige Zusammenrottungen dieser Art gesetzt.
Auch der Landtag wird sich mit den Krawallen befassen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Kommentare (0)