Die zunächst friedlichen Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern kippten bei Dunkelheit.
Auch ein Waffenfachgeschäft wurde attackiert. Die Polizei sperrte die Einkaufsstraße Zeil ab und forderte unbeteiligte Personen auf, sie zu verlassen. Ein Zutritt sei ab diesem Moment nicht mehr möglich. Flaschen wurden geworfen, Fahrräder flogen durch die Luft, ein Mensch wurde verletzt. Nach Polizeiangaben gab es fünf Ingewahrsamnahmen.
In Hamburg war die Demonstration zunächst weitgehend störungsfrei verlaufen.
Die Initiative hatte am Nachmittag ein positives Fazit der Proteste gezogen. Ein Sprecher des Presseteams, der nur unter seinem Vornamen Amadeo auftreten will, sagte der Deutschen Presse-Agentur, auf das, was nach dem Ende der Kundgebungen passiert sei, habe man keinen Einfluss gehabt. In einigen Städten fielen sie niedriger aus als die Angaben der Veranstalter. Die Initiative kündigte an, in drei Wochen wieder viele junge Menschen mobilisieren zu wollen, und nannte die Proteste am 20. November in Europa als nächsten Schritt.
Die Gewerkschaft der Polizei zog eine vorläufige Bilanz, die vor den schweren Ausschreitungen gemischt ausfiel. Die Gewalt sei von autonomen und zum Teil vermummten Personen ausgegangen. Die Polizei habe dort, wo nötig, konsequent und massiv eingegriffen.
Bei deren Veranstaltung am Brandenburger Tor demonstrierten am Nachmittag Tausende Menschen friedlich.
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