Das berichtete n-tv unter Berufung auf die Behörden der Region Kastilien-La Mancha. Alle 69 geborgenen Leichen seien bereits am Gerichtsmedizinischen Institut in der Provinzhauptstadt Toledo obduziert worden.
Die Behörden baten Angehörige von Vermissten, DNA-Proben zur Verfügung zu stellen, damit sich die Identifizierung beschleunigen lässt. Rund 50 Verwandte und Freunde warteten derweil in einem Betreuungszentrum in Toledo auf Nachrichten über das Schicksal ihrer Angehörigen. Knapp 30 Psychologen kümmerten sich dort um sie, wie unter anderem die Zeitung El País berichtete.
Von rund 200 Verletzten werden noch 34 in vier Krankenhäusern behandelt, 15 davon auf Intensivstationen. Nach Angaben von Ministerpräsident Pedro Sánchez stammen die Toten aus insgesamt 27 Ländern. Seine Regierung habe Kontakt zu sämtlichen betroffenen Konsulaten aufgenommen, um die Vertretungen so rasch wie möglich zu unterrichten, sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit García-Page.
Das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Die Suche an der Unglücksstelle ist abgeschlossen, dennoch könnte die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden steigen. Grund dafür sind große Mengen menschlicher Teilüberreste, deren Identifizierung äußerst kompliziert sei.
Der Zusammenstoß ereignete sich nahe der Gemeinde Urda, rund 130 Kilometer südlich von Madrid.
Nahe der Unglücksstelle kamen zahlreiche Menschen zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. Viele der Anwesenden konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Der Erzbischof von Toledo, Francisco Cerro, sagte, die Tage seit dem Unglück seien für alle wie ein Karfreitag gewesen. Für die Hinterbliebenen gebe es keine Worte, die trösten könnten.
Die Untersuchungen zur Unfallursache laufen.
Puente soll sich zudem vor dem Parlamentsausschuss zu dem Unglück äußern. Die Regierung wolle die Ursachen aufklären und Lösungen vorlegen.
November finden vorgezogene Parlamentswahlen statt.
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