Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist im Alter von 55 Jahren in Berlin gestorben. Eine Todesursache wurde bislang nicht genannt.
Aus gesundheitlichen Gründen habe er sich jedoch abgemeldet und vertreten lassen. Er sei im Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin-Mitte geblieben. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen, bis man ihn schließlich leblos in seinem Zimmer fand.
Das hätten die Ermittler am Mittwochabend mitgeteilt.
Aiwanger gehörte dem Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie an und war zugleich stellvertretender Ministerpräsident Bayerns. Er wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach in Niederbayern geboren.
Seit 2006 stand er dem bayerischen Landesverband vor, 2010 übernahm er zusätzlich den Bundesvorsitz.
Aiwanger war nicht verheiratet. Er lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen, mit der er zwei gemeinsame Söhne hat. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin und die beiden Söhne.
Ausgelöst hatte die sogenannte Flugblatt-Affäre ein Bericht der Süddeutschen Zeitung. Bei ihm zu Schulzeiten war das Papier gefunden worden. Sein Bruder bekannte kurz darauf, es geschrieben zu haben.
Mehrere Medien hatten damals berichtet, ein ehemaliger Lehrer, der SPD-Mitglied ist, soll das Flugblatt weitergegeben haben. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Ministerpräsident Söder hielt zu seinem Wirtschaftsminister.
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