Die großen französischen Gewerkschaften haben für diesen Tag zu Streiks und landesweiten Demonstrationen aufgerufen, wie tagesschau berichtet. Auch die Proteste von Schülern und Studierenden schließen sich an. Die Forderungen reichen von Gehältern über die Bewahrung des öffentlichen Dienstes und Beschäftigung bis zu Steuergerechtigkeit. Auch die Eisenbahner-Gewerkschaften haben ihre Beschäftigten zu Streiks aufgerufen.
Ob daraus eine dauerhafte Protestbewegung wird, hält tagesschau für fraglich. Ebenso schließt sich die Koordination der Gelbwesten an. Die Generalsekretärin der linken Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, betont, genau diese Vereinigung der Proteste sei das Ziel.
Das argumentierte Binet im Sender France 2. Sie verlangt einen Politikwechsel weg von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, die nach ihren Worten viel Geld koste und Jobs und Arbeitnehmer opfere. Stattdessen brauche es nachfrageorientierte Politik mit höheren Gehältern, um den Binnenkonsum anzukurbeln. Als Beispiel nennt sie Spanien, wo die Wirtschaft wachse, während die Schulden sinken.
Heute legen Beschäftigte in wichtigen Sektoren die Arbeit nieder, darunter Bildung und Erziehung, Verkehr, Flugsicherung und Krankenhäuser.
InstaNews hatte am 31. Oktober bereits über das Aufgebot vor dem dritten Protestwochenende berichtet. Geschäfte und öffentliche Gebäude werde die Polizei schützen. Nuñez sagte, die Ausgangslage sei etwas anders, da es sich um Protestaufrufe von Gewerkschaften handle, also um ein eher klassisches Szenario. Sollte das geschehen, werde die Regierung mit äußerster Bestimmtheit reagieren.
Binet sieht darin einen Angriff auf die Demonstrationsfreiheit. Demonstrationen seien dazu da, sichtbar zu sein. Die Gewerkschaften würden sich nicht verstecken und ihren Protest nicht auf die Ringautobahn périphérique auslagern lassen.
Diesen Streckenverlauf verbot die Polizeipräfektur und schlug eine alternative Route vor, die ebenfalls durch die Innenstadt führt. Dagegen legten die Gewerkschaften Beschwerde ein. Ein Pariser Verwaltungsgericht wies sie am späten Mittwochabend zurück. Oktober. Die geänderte Strecke sei weder ungeeignet noch unverhältnismäßig.
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