Man schliesse die Drohne an, drücke auf einen Knopf, sie hebe ab, führe ihre Mission allein aus und lande wieder, wenn sie nichts angetroffen habe. Das Gerät soll strategische Standorte schützen, etwa Depots, Elektrizitäts- oder Atomkraftwerke, Staudämme oder Rechenzentren, die in militärischen Konflikten bevorzugte Ziele seien. Der andere Mitgründer, Florian Broye, sagt, alle Länder seien wegen der geopolitischen Situation in Aufruhr. Die Drohne sei darauf ausgelegt, eine Antwort auf die Lage zu bieten.
Volatorix hat seine Aufträge nach eigenen Angaben in nur acht Monaten seit der Gründung vervielfacht.
Doch das Unternehmen kämpft derzeit mit einem Mangel an Ersatzteilen, insbesondere bei Mikroprozessoren, Kameras, Übertragungssystemen und Motoren. Unternehmenschef Patrick Thévoz sagt, die Mengen hätten enorm zugenommen, was teilweise mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhänge.
Panzer, Artillerie und Kampfflugzeuge seien weitgehend überholt, argumentiert Mantovani. Das moderne Schlachtfeld prägten nun autonome Systeme, elektronische Waffen und Hyperschallwaffen. Dafür brauche es andere Investitionen, doch die alten Lobbys, die er als «Heavy-Metal-Fraktion» bezeichnet, blieben mächtig. Nach seiner Ansicht braucht es außerdem mehr Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung, deren Mehrheit sich militärisch nicht bedroht fühle und überzeugt sei, dass die Armee über ausreichende Mittel verfüge.
Verteidigungsminister Martin Pfister sagt, die Schweiz befinde sich bereits ein wenig im Krieg, man wisse es aber noch zu wenig. Man müsse besser verstehen, was geschehe. Es gebe sehr viele Überflüge, oft wisse man aber nicht, wer dahinterstecke. Armeechef Benedikt Roos nennt das Ausmass des Bedarfs: Derzeit habe die Armee 200 Drohnen, kurzfristig werde sie 2000 haben, doch es brauche viel mehr.
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