Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat zwei weitere Tumorfälle bei Kindern gemeldet, die zuvor mit dem Gentherapie-Präparat Zolgensma behandelt worden waren. Nach Angaben des Unternehmens deuten die Fälle auf einen möglichen Zusammenhang mit der Therapie hin, wie n-tv berichtete.
Konkret teilte Novartis mit, seit der Zulassung des Mittels im Jahr 2019 seien insgesamt neun Meldungen über Tumore bei Patienten eingegangen, die mit Zolgensma behandelt worden seien. Ärzte hätten in zwei dieser Fälle Anhaltspunkte gefunden, dass der eingesetzte Träger sein genetisches Material in das Erbgut der Patienten eingebaut habe. Wo die beiden neuen Fälle aufgetreten sind, ließ der Konzern in seiner Mitteilung offen.
Zolgensma wird bei Kindern unter zwei Jahren eingesetzt, die an der seltenen Muskelschwunderkrankung Spinale Muskelatrophie (SMA) leiden. Das Präparat nutzt ein verändertes Virus, das eine funktionierende Kopie eines Gens in die Zellen transportiert. Die Behandlung ist eine einmalige Therapie, die nach Unternehmensangaben insgesamt mehr als 6000 Kindern verabreicht wurde.
Die Mitteilung folgt auf Beschwerden von Patientenvertretern, denen zufolge Novartis Informationen über die Fälle nur langsam weitergegeben habe.
Novartis meldet zwei Tumore bei Kindern nach Zolgensma-Gabe
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