Scout24-Chef Weitz sieht Wohnungen zunehmend im Graumarkt, Regulierung als Ursache
Scout24-Chef Ralf Weitz beklagt, dass freie Wohnungen immer häufiger abseits öffentlicher Angebote vermittelt werden. Er sieht die Ursache in der verschärften Regulierung durch die Politik, etwa in Berlin.
Der Chef des Technologieunternehmens Scout24, Ralf Weitz, sieht eine wachsende Zahl freier Wohnungen außerhalb öffentlicher Plattformen. Wie WELT berichtet, warnt Weitz davor, dass sich das Angebot zunehmend in den sogenannten Graumarkt verlagert. Politische Regeln, die Mieter schützen sollen, schränkten damit den Zugang für Wohnungssuchende ein.
Im Gespräch mit WELT AM SONNTAG sagte er, besser wäre es, wenn der Senat darauf hinwirke, dass jede frei werdende Wohnung für Suchende im Internet zugänglich werde.
Das Problem bestehe nach Weitz' Worten auch in anderen Städten. Es gebe derzeit mehr Angebote, als für Suchende sichtbar seien. Viele dieser Wohnungen würden offline, also ohne Veröffentlichung im Netz, weitergegeben.
Als Volkswirt sei er überzeugt, dass eine falsche Regulierung von Märkten solche negativen Nebeneffekte hervorrufe. Für den freien Wohnungsmarkt sei diese Entwicklung nach seiner Einschätzung gravierend.
Mit ImmoScout24 betreibt Scout24 laut der Quelle den größten Online-Marktplatz für Wohn- und Gewerbeimmobilien hierzulande.
Weitz forderte außerdem mehr Förderung für Wohneigentum. Gegenüber anderen europäischen Staaten sei Deutschland stark vom Mieten geprägt, sagte er.
Das Schaffen von Eigentum wirke sich nach seinen Worten auch positiv auf die Altersvorsorge aus. Außerdem stehe die Förderung von Wohneigentum ausdrücklich in der Berliner Landesverfassung.
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